Nass und regnerisch
Wetter-Chaos zu Weihnachten: Sturm-Warnung! Meteorologe gibt Prognose
VonMichaela Ebertschließen
Der Traum von weißen Weihnachten scheint geplatzt. Statt Schnee und Frost zieht pünktlich zu den Feiertagen ein Sturm auf – es könnte ungemütlich werden in diesem Jahr.
Winterliche Temperaturen, zentimeterdicker Schnee und ein Hauch von Weihnacht – frühzeitige Wettermodelle hatten Winter-Fans bereits Grund zur Hoffnung gegeben. Nach den schneereichen Tagen zum Monatsanfang schien der Traum von der ersten „Weißen Weihnacht“ seit 2011 gar nicht mal so unrealistisch.
Doch ein wahres Wetter-Chaos brachte in den letzten Tagen eher Tau-Wetter statt Schneegestöber: Vom Winterwunderland ist in Baden-Württemberg nichts mehr übrig geblieben. Die weiße Schneedecke hat es nicht bis Weihnachten geschafft – „nicht mal bis zur Monatsmitte“ erklärt Dominik Jung, Wetter-Experte von „wetter.net“.
Wetter-Chaos im Dezember: Erst viel Schnee – dann Regenmassen und Hochwassergefahr in Süddeutschland
Stattdessen fielen in den letzten Tagen im Südwesten Unmengen an Regen – und auch in der kommenden Prognose lässt die Hochwassergefahr nicht nach. In höheren Lagen über 1000 Meter könnten es bis zum dritten Adventswochenende sogar noch 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter werden, erklärt Jung. Eine echte Enttäuschung für wahre Winterfans also, die in diesen Tagen wohl eher zum Regenschirm statt zum Schlitten greifen müssen.
Weniger erfreulich sieht auch der Ausblick in die letzte Adventswoche aus. Die milde Westwetterlage sorgt für wenig Winterlichkeit in Deutschland und Baden-Württemberg. Es bleibt wechselhaft und vor allem eins: nass. Mit Blick auf den vierten Advent, der in diesem Jahr auch auf den Heiligabend fällt, heißt es dann wohl eher in weiten Teilen Deutschlands: Grüne statt Weiße Weihnachten.
Sturm statt Schnee: Weihnachten 2023 mit wenig winterlicher Prognose
Hinzu kommt ein Sturmtief, das zu den Weihnachtsfeiertagen über das Land fegen soll. Der Prognose des amerikanischen Wettermodells NOAA zeigt: Über Norddeutschland braut sich ein Sturm zusammen. Ausläufer davon können auch den Südwesten treffen.
Schwere Sturmböen sind dann auch in Baden-Württemberg möglich. In den Gipfellagen, wie zum Beispiel im Schwarzwald und am Alpenrand, können sie sogar zu Orkanböen auffrischen. Gleichzeitig sacken die Temperaturen über die Weihnachtsfeiertage wieder etwas in den Keller. Bei etwa elf Grad am ersten Feiertag bleibt es vielerorts wenig winterlich. Lediglich der zweite Weihnachtsfeiertag, wenn die Rückseite des Sturmtiefs die Wetterlage in Deutschland dominiert, könnte es in den Hochlagen vereinzelte Flocken geben.
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