„Erster Schnee ist mit im Programm“
Wettermodell kündigt Winterhammer in Baden-Württemberg an: Dann wird es frostig
VonAdrian Kilbschließen
Laut amerikanischem Wettermodell drohen kommende Woche Orkanböen in Baden-Württemberg. Danach braust eine Kaltfront heran – und könnte für Schnellfall sorgen.
Laut einer neuen Winterprognose für 2024/25 könnten die Menschen in Deutschland anstelle von milderen Temperaturen jetzt doch einen kälteren Winter erleben. Doch schon die Zeit davor hält einiges bereit. „Mitte kommender Woche könnte es wetter-mäßig richtig Ramba-Zamba geben“, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung von „Wetter.net“. Fällt sogar wie bereits Anfang Oktober Schnee in Baden-Württemberg?
„Waschechte Orkanlage“ auch in Baden-Württemberg – danach wird es frostig
Ab kommenden Montag könnte es zunächst im Norden der Bundesrepublik bei nasskaltem Schmuddelwetter schön etwas kühler werden. Auch Schneeregen ist laut Wetter-Experte Jung nicht ganz ausgeschlossen. Ab Mittwoch, dem 20. November, wird es dann sehr stürmisch im Ländle. Es drohen Orkanböen bis hinein in tiefe Lagen.
In höheren Regionen brausen sie mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde durch den Südwesten, sagt Wetter-Experte Jung. Es handele sich um eine „waschechte Orkanlage“. Das amerikanische GFS-Wettermodell prognostiziert zudem bis kommende Woche größere Regensummen im Südwesten mit Niederschlagsmengen bis zu 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Gleichzeitig sorge das Orkanfeld am Donnerstag zunächst für mildere Luftmaßen und Temperaturen bis zu 15 Grad im Westen Deutschlands.
„Eisig kalte Höhenluftmassen“ fluten Baden-Württemberg – an diesem Tag könnte Schnee fallen
Das ändert sich schlagartig zwei Tage später. Am Samstag, dem 23. November nämlich wird das Orkanfeld von einer Kaltfront verdrängt. Die Folge: „Eisig kalte Höhenluftmassen“ fluten laut Jung Deutschland. Die Temperaturen krachen laut dem Frühlauf des amerikanischen GFS-Wettermodells auch in Baden-Württemberg auf bis zu null Grad herunter. In den Morgenstunden wird es besonders frostig bei Werten von minus 4 Grad in Teilen Baden-Württembergs.
In 1.500 Metern Höhe werden Tiefsttemperaturen bis zu minus 9 Grad erwartet. Vor allem in den Alpen bildet sich deshalb den Angaben nach viel Neuschnee. Aber auch in den höheren Lagen des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb könnten ab 600 Höhenmetern vereinzelt Flocken vom Himmel fallen.
Der erste Schnee ist also mit im Programm, erklärt Meteorloge Dominik Jung und spricht von einer „sehr spannenden Wetter-Entwicklung“. Allerdings könnte alles auch noch ganz anders kommen und sich die Lage weniger drastisch zuspitzen. Schließlich hätten die Wettermodelle schon dreimal einen Wintereinbruch vorhergesagt, der dann doch nicht eintraf.
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