Schweiz im Pech

Drama im Elfmeterschießen: England zittert sich gegen die Schweiz ins EM-Halbfinale

  • Philipp Kuserau
    VonPhilipp Kuserau
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England zieht gegen die Schweiz ins EM-Halbfinale ein – die Entscheidung fällt ausgerechnet im Elfmeterschießen. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

  • England – Schweiz 5:3 (0:0) im Elfmeterschießen
  • Drama im Elfmeterschießen: England behält gegen die Schweiz die Nerven und zieht ins EM-Halbfinale ein.

Update vom 6. Juli, 16.52 Uhr: Die Aufstellungen beider Teams sind mittlerweile veröffentlicht worden. Southgate muss die Abwehr umbauen und ersetzt den gelbgesperrten Marc Guéhi mit Ezri Konsa. Sonst gibt es keine Änderungen im Vergleich zum Achtelfinale gegen die Slowakei. Für folgende Startelf hat sich der England-Coach entschieden: Pickford – Walker, Stones, Konsa, Trippier – Rice, Mainoo, Saka, Bellingham, Foden – Kane.

Yakin nimmt im Vergleich zum Achtelfinal-Erfolg über Italien keine Änderungen vor und schickt folgende Mannschaft in das Viertelfinale gegen die „Three Lions“: Sommer – Schär, Akanji, Rodriguez – Ndoye, Freuler, Xhaka, Aebischer, Rieder, Vargas – Embolo.

Erstmeldung vom 6. Juli 2024: Düsseldorf – So langsam lichtet sich das Teilnehmerfeld dieser EM 2024. Nach dem dramatischen Viertelfinal-Aus des DFB-Teams gegen Spanien, bei dem der englische Schiedsrichter Anthony Taylor für zahlreiche Diskussionen sorgte, kämpfen am heutigen Samstag um 18 Uhr England und die Schweiz um einen Platz im Halbfinale (alle TV-Infos).

Der Gewinner dieses Duells trifft dann kommenden Mittwoch (10. Juli) in der Runde der besten Vier auf den Halbfinalsieger der Partie zwischen der Niederlande und der Türkei, die heute um 21 Uhr im Berliner Olympiastadion steigt (alle Infos zur TV-Übertragung).

England kann EM-Blamage gegen die Slowakei in letzter Sekunde abwenden

Die Engländer verdanken ihren Platz im Viertelfinale vor allem dem sehenswerten Treffer von Jude Bellingham (90+5. Minute), der die „Three Lions“ im Achtelfinal-Duell gegen die Slowakei kurz vor dem Abpfiff in die Verlängerung rettete. Dort dauerte es dann nicht lange, bis Harry Kane mit seinem zweiten Turniertreffer zum 2:1 (91.) das bereits verloren geglaubte Spiel noch drehte und so die drohende Blamage abwenden konnte.

Auch wenn England im Viertelfinale der EM steht, Trainer Gareth Southgate steht sehr in der Diskussion.

Nach dem dramatischen Viertelfinal-Einzug der Engländer stand dann erneut Bellingham aufgrund seiner obszönen Jubelgeste nach seinem Ausgleichstreffer im Fokus – es drohte sogar eine Sperre seitens der UEFA für das Viertelfinale gegen die Schweiz. Schlussendlich beließ es die Europäische Fußball-Union bei Geld- und Bewährungsstrafe. Der 21-jährige Hoffnungsträger der Engländer ist also gegen die Nati einsatzbereit.

England und die Schweiz kämpfen um den Einzug ins EM-Halbfinale.

Favoritenschreck Schweiz will historischen Halbfinaleinzug schaffen

Fest steht: Gegen die Schweizer wird es für das Team von Gareth Southgate eine deutliche Leistungssteigerung brauchen, um ins EM-Halbfinale vorzustoßen. Die Nati schnupperte in der deutschen Vorrundengruppe am Gruppensieg, qualifizierte sich dann als Zweiter für das Achtelfinale und schaltete dort souverän Italien aus (2:0).

Stadien der EM 2024: Kuriose Namen für die zehn deutschen Arenen

Die Munich Football Arena: Die Allianz Arena wird für die Zeit der Fußball-Europameisterschaft 2024 zur Munich Football Arena.  Hier findet am Abend des 14. Juni das Eröffnungsspiel der EM statt.
Das BVB Stadion Dortmund: Der Signal-Iduna-Park heißt für die Zeit der EM 2024 BVB Stadion Dortmund. Am Abend des 10. Juli wird in dem Fußball-Tempel eines der beiden EM-Halbfinals angepfiffen.
Das Leipzig Stadium: Die Leipziger Red-Bull-Arena bekommt von der UEFA für die Europameisterschaft 2024 den Namen Leipzig Stadium verpasst. Vier Spiele finden in der Heimstätte von RB Leipzig statt.
Das Berliner Olympiastadion: Das Stadion in der Bundeshauptstadt behält seinen Namen auch für die EM 2024. Am 14. Juli wird dort das Finale des Turniers ausgetragen.
Stadien der EM 2024: Kuriose Namen für die zehn deutschen Arenen

Im Duell gegen England ist das Team von Trainer Murat Yakin in der Außenseiterrolle – doch diese Rolle dürfte dem Schweizer Favoritenschreck eher in die Karten spielen. Der Einzug ins Halbfinale gegen ein formschwaches England ist jedenfalls keinesfalls unrealistisch und wäre zugleich ein historischer Erfolg – noch nie sind die Schweizer bei einer Europameisterschaft weiter gekommen als bis ins Viertelfinale. (kus)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Nick Potts

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