Spiele in der Nations League

Nagelsmann präsentiert DFB-Kader: Erste Auswahl nach der EM 2024

  • Alexander Kaindl
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In der Nations League trifft Deutschland im September auf Ungarn und die Niederlande. Bundestrainer Julian Nagelsmann stellt den ersten Kader seit der EM vor.

Update vom 29. August: Nun ist der Nations-League-Kader des DFB offiziell. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seine Entscheidung bekanntgegeben.

Erstmeldung vom 26. August: Frankfurt – Nach der EM 2024 ist vor der Nations League: Nach dem spektakulären Fußball-Sommer in Deutschland geht es auf Nationalmannschafts-Ebene nun mit der UEFA Nations League weiter – einem Wettbewerb, der nach wie vor manch einem Fußballfan ein Stirnrunzeln abverlangt.

Nagelsmann gibt DFB-Kader bekannt: Erstes Aufgebot nach der EM 2024

Deutschland trifft in der Gruppe C auf Bosnien-Herzegowina, Ungarn und die Niederlande. Gegen die beiden Letztgenannten geht es am 7. und 10. September. Und für genau diese Duelle nominiert Bundestrainer Julian Nagelsmann nun seinen Kader – es ist das erste DFB-Aufgebot seit der EM 2024.

Der Coach gibt seine Auswahl am Donnerstag, 29. August, um 10 Uhr bekannt. Und vorab ist schon klar, dass einige bekannte Namen nicht mehr dabei sein werden. Bei Toni Kroos war klar, dass die Europameisterschaft seine letzten Spiele als Profifußballer werden würden. Thomas Müller hatte kurz nach der Euro seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben. Kapitän Ilkay Gündogan und Torhüter Manuel Neuer zogen jüngst nach. Nagelsmann steht vor der WM 2026 vor einem Umbruch.

Julian Nagelsmann (l.) nominiert seinen ersten DFB-Kader seit der EM 2024. Möglicherweise ist der Mainzer Nadiem Amiri dabei.

Nagelsmann muss DFB-Kader nach einigen Rücktritten umbauen

Ganz sicher wird Nagelsmann für die Nations League wieder auf seinen Stamm setzen. Dazu zählen etablierte Nationalspieler wie Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Florian Wirtz oder Kai Havertz.

Gut möglich, dass aber auch der eine oder andere Akteur DFB-Luft schnuppern darf, der lange nicht mehr dabei war – oder vielleicht noch gar nicht. Der Mainzer Nadiem Amiri macht beispielsweise seit Monaten auf sich aufmerksam. Nach seinem Traumtor zum Saisonauftakt gegen Union Berlin (1:1) antwortete er auf die Frage nach einer DFB-Nominierung: „Ehrlicherweise denke ich gar nicht daran.“

Alle EM-Trikots des DFB seit 1972 in der Übersicht

Gerd Müller erzielte im klassischen Schwarz und Weiß gehalten im Finale der EM 1972 in Belgien einen Doppelpack – die BR Deutschland gewann mit 3:0 gegen die Sowjetunion. Uli Hoeneß trägt hier das Auswärtsdress, grün mit weißem Kragen, weißer Hose und grünen Stutzen.
Die EM 1976 im ehemaligen Jugoslawien hatte die DFB-Stars wieder im schlichten Schwarz-Weiß empfangen. Gegen die Tschechoslowakei verlor man im Final-Elfmeterschießen 3:5.
Farblich blieben die Akzente weiterhin aus: Bei der EM 1980 in Italien sorgte aber immerhin der Kragen für Aufsehen. Sportliches Resümee: Europameister.
Jetzt aber: Auf dem DFB-Trikot zeichneten sich leichte Querstreifen ab, die modische Revolution hat begonnen. Tatort: EM 1984 in Frankreich.
Alle EM-Trikots des DFB seit 1972 in der Übersicht

Nadiem Amiri ein Thema für den DFB?

Amiri war zuletzt am 17. November 2020 im DFB-Kader. Damals hieß der Bundestrainer noch Joachim Löw. Beim 0:6-Debakel gegen Spanien, ebenfalls in der Nations League, kam der Mittelfeldmann aber nicht zum Einsatz. Möglicherweise holt Nagelsmann ihn ja knapp vier Jahre später wieder ins Boot? Ein Einsatz im DFB-Trikot wäre das sechste Länderspiel für Amiri. (akl)

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