Achtelfinale der EM 2024

Die Türkei wirft Österreich völlig überraschend aus dem Turnier – und steht im EM-Viertelfinale

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Im Achtelfinale der EM 2024 schlägt die Türkei Österreich mit 2:1 und steht im Viertelfinale. Der Live-Ticker zur Partie zum Nachlesen.

  • Österreich gegen Türkei 1:2 (0:1)
  • Der Live-Ticker zum Nachlesen

Leipzig – Im Achtelfinale der EM 2024 kommt es zum Duell zwischen Österreich und der Türkei. Die Mannschaft des österreichischen Nationaltrainers Ralf Rangnick wird als Favorit ins Spiel gegen die Türken gehen und will den Einzug ins Viertelfinale klarmachen. Zu unterschätzen sind die Bosporus-Kicker aber nicht, die auf eine große Unterstützung von den Rängen zählen können.

Österreich gegen Türkei heute im Live-Ticker: Duell ums EM-Viertelfinale

Österreichs Fußball-Legende Hans Krankl traut seiner Nationalmannschaft bei der EM noch viel alles zu. „Österreich muss sich vor niemandem verstecken. Es ist alles möglich bei dieser EM – bis zum Finale sogar. Spanien ist das Beste, was ich bisher gesehen habe. Und dann kommt schon Österreich“, sagte der frühere Nationalspieler und -trainer in einem Sport1-Interview.

„Rangnick ist im richtigen Moment am richtigen Platz. Bei der österreichischen Nationalmannschaft hat er das Sagen. Das hätte Rangnick bei Bayern sicher nicht gehabt. In München musst du einiges aushalten. Vielleicht hat ihn das davon abgehalten, dort zu unterschreiben“, so Krankl weiter.

Die Türkei trifft im EM-Achtelfinale auf Österreich.

In Österreich finden zahlreiche Public Viewings statt, bei denen tausende Fans mit ihrer Mannschaft mitfiebern. „Wir werden verstärkt im Einsatz sein, natürlich mit uniformierten, aber auch mit zivilen Kräften. Ich hoffe, dass etwaige Vorfälle auf sportliche Fouls während des Spiels reduziert sein werden und eine verdiente sowie positive Euphorie nicht in negative Freudentaumel im Wiener Stadtgebiet münden“, sagte ein Sprecher der Polizei in Wien.

Österreich gegen Türkei heute im Live-Ticker: Calhanoglu fehlt gesperrt

Die Türkei mühte sich im letzten Gruppenspiel in Überzahl zu einem späten Sieg gegen Tschechien, der den Einzug ins Achtelfinale bedeutete. „Das ist ein großes Glücksgefühl, das man kaum beschreiben kann. Ich freue mich natürlich über mein Tor. Das ist erst der Anfang“, erklärte Siegtorschütze Cenk Tosun nach der Partie. „Wir werden uns gut vorbereiten und möchten natürlich gewinnen“, versprach er mit Blick auf das Duell mit Österreich.

Welcher ist Ihr Favorit? Alle EM-Bälle der Geschichte

EM 1968: Beim Turnier in Italien werden erstmals dokumentiert, Design und Name des Spielballs vorgestellt. Der „Telstar“ von Adidas wird mit dem Namenszusatz „Elast“ bestückt. Ihn Anlehnung an einen Kommunikations-Satelliten, der der eine Kugelform aufwies und durch seine Form so Inspirationsquelle für die Namensgeber war.
EM 1972 und 1976: Es war „Telstar“-Jahrzehnt und das Modell „Durlast“ kam gleich dreimal zum Einsatz. Zweimal wurde das DFB-Team mit ihm Turniersieger, Europameister 72 und Weltmeister 74. Seine Ära als Glücksbringer endet im Belgrader Nachthimmel nach einem Elfmeter von Uli Hoeneß.
EM 1980: Der erste „Tango“-Ball bei einer EM. Dabei ist die Variante „River Plate“ ein Erbstück der WM 1978, die passenderweise in Argentinien stattfand.
EM 1984: Trotz des Namens „Tango Mundial“ kam die Gerätschaft bei der EM in Frankreich zum Einsatz. Gleichbedeutung mit der Abkehr vom reinen Lederball endete mit dem aus DFB-Sicht enttäuschenden Turnier die Amtszeit von Jupp Derwall.
Welcher ist Ihr Favorit? Alle EM-Bälle der Geschichte

Fehlen wird allerdings Kapitän Hakan Calhanoglu, der wegen seiner zweiten Gelben Karte gesperrt ist. Den Karton sah er wegen Meckerns, wofür er kein Verständnis hatte. „Ich bin als Kapitän meines Teams zum Schiedsrichter gegangen, um mit ihm zu sprechen“, so der ehemalige Spieler des HSV. Dennoch ist er optimistisch vor dem Achtelfinale: „Jetzt ist alles möglich.“ (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Taeger

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