Einfach nur dämlich
Peinliche Derby-Pleite der Falken bei den Steelers
VonMarc Thorwartlschließen
Die Unterländer bestimmen die Partie gegen schwache Steelers, sind aber nicht in der Lage, ihre Übermacht in Tore umzumünzen und stehen am Ende ohne Punkte da.
- Ausverkauftes Haus beim Derby Steelers gegen Falken.
- Jordan Samuels-Thomas feiert sein Comeback
- Miserable Chancenverwertung gibt den Ausschlag.
Der vorletzte Tag der Punktrunde der DEL2 ist auch der Tag der Entscheidungen. Gleich drei Mannschaften können heute den Einzug in die Playoffs perfekt machen - unter anderem auch die Bietigheim Steelers, die zum Derby die Heilbronner Falken erwarten. Die Unterländer hingegen sind schon für die K.-o.-Runde qualifiziert, lediglich ein Punkt fehlt ihnen noch, um das Heimrecht im Viertelfinale sicherzustellen. Zudem könnte - bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz - sogar noch der dritte Platz möglich sein.
Deshalb erklärt Falken-Trainer Alexander Mellitzer: "Es gibt kein Taktieren, wir spielen auf Sieg." Und auch die Spieler der Heilbronner sind heiß auf die Partie: "Es ist das Derby", erklärt Verteidiger Corey Mapes. "Mehr gibt's dazu nicht zu sagen." Stürmer Bryce Gervais: "Jedes Spiel ist für uns jetzt ein Playoff-Spiel. Es zählt nur der Sieg." Am Ende feiern die Gastgeber. Sie gewinnen mit 5:2.
Heilbronner Falken machen Druck - Steelers treffen
Aufseiten der Heilbronner Falken fehlen Verteidiger Ian Brady und die Stürmer Stefan Della Rovere und Samuel Soramies. Sie laborieren an kleineren Blessuren - und bleiben vorsichtshalber außen vor. Dafür feiert Jordan Samuels-Thomas sein Comeback - in einer Reihe mit Derek Damon und Alexander Nikiforuk. Ohne Abtasten geht die Partie los - 53 Sekunden sind gespielt, da hat Bronson Maschmeyer schon die große Chance, die Führung der Heilbronner Falken zu erzielen, doch er scheitert aus der Nahdistanz.
Auch in der Folgezeit spielt nur eine Mannschaft: die Falken. Sie setzen die Steelers permanent unter Druck und erarbeiten sich viele Chancen, doch ohne Glück im Abschluss. Dann ein Fehlpass an der blauen Linie, die Steelers mit einem Konter - und Benjamin Zientek trifft zum 1:0. Ein Treffer der Marke durchaus haltbar. Die Heilbronner sind nicht geschockt, übernehmen sofort wieder das Kommando, doch bis zur Pause will der Ausgleich nicht gelingen.
Heilbronner Falken
Auch im zweiten Abschnitt sind die Heilbronner Falken die spielbestimmende Mannschaft. Das ändert sich sogar nicht, als sie in Unterzahl agieren. Fast vier Minuten am Stück haben die Steelers Powerplay, nur ein einziger Schuss springt dabei heraus. Dann haben die Unterländer Überzahl. Geht da was? Nein, wie gehabt, gute Chancen, aber immer noch kein Treffer.
In der 33. Minute dann doppeltes Glück für die Heilbronner Falken. Sie sind in der Abwehr unsortiert, die Hausherren schießen einfach mal - und treffen erst den Pfosten und dann die Latte. Jetzt sind die Ellentaler besser im Spiel. Nach wie vor die Unterländer zwar überlegen, richtig zwingende Torchancen werden aber nicht erarbeitet. Es bleibt beim1:0 zur Pause.
Heilbronner Falken
Die letzten 20 Minuten beginnen, wie auch im ersten und zweiten Drittel. Es sind nur die Heilbronner Falken, die auf dem Eis etwas tun. Auch, weil sie Powerplay bekommen. Auch auf die Gefahr hin, sich zu wiederholen, selbst aus guten Möglichkeiten wird nichts gemacht. I mmer wieder kommt irgendein Steelers dazwischen. Und dann sind wieder einmal schwache Referees am nächsten Aufreger schuld. Erst pfeifen sie kein Abseits, dann wird ein Körperkontakt als Foul ausgelegt, Unterzahl Falken.
Da sind nur 17 Sekunden gespielt, da liegt die Scheibe im Tor. Nach ewig langem Studium des Videobeweises geben die Schiedsrichter das Tor. Das ist peinlich. Dann erneut Powerplay für die Heilbronner. "Einer muss jetzt rein", skandieren die Falken-Fans. Und ja, endlich das Tor, Yannik Valenti packt den Hammer aus. Noch neun Minuten zu spielen. Anstatt aber jetzt konsequent auf den Ausgleich zu drücken, ziehen die Unterländer ein Foul, Unterzahl. Die Steelers machen, gerade als die Falken komplett sind, das 3:1 . Heilbronn nimmt eine Auszeit, ziehen den Keeper, Bryce Gervais macht das 3:2. Heilbronn weiter ohne Keeper, Fehlpass Kevin Maginot, Tor. 4:2, dann folgt ein weiteres Empty-Net.
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