Das erwartet schwere Spiel
Falken mit Problemen gegen defensivstarke Dresdner
VonMarc Thorwartlschließen
Die Partie wird erst kurz vor Ende durch ein Unterzahltor von Tim Miller entschieden.
Im DEL2-Spiel der Heilbronner Falken gegen die Dresdner Eislöwen geht es für die Hausherren darum, ihre gute Position zu festigen, weiterhin im Konzert der Spitzenteams mitzuspielen. Ganz anders bei den Gästen. Die hinken den eigenen Ansprüchen weit hinterher und müssen in Heilbronn punkten, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren. Am Ende jubeln die Hausherren, sie gewinnen mit 3:2.
Falken-Trainer Alex Mellitzer muss improvisieren. Ihm fehlen Marcus Götz und Valentino Klos. Immerhin meldet sich gerade noch rechtzeitig Defender Tobias Möller aus dem Krankenstand zurück, sodass der Coach in der Partie gegen Dresden auf drei Verteidiger-Pärchen zurückgreifen kann.
Heilbronner Falken mit Anlaufschwierigkeiten
Das erste Drittel ist arm an Höhepunkten. Die Gäste sind primär darauf bedacht, Schaden von ihrem Tor abzuwenden, nach vorne versuchen sie es mit Kontern. Das mögen die Heilbronner Falken gar nicht. Der Angriffsexpress kommt nicht wie gewohnt ins Rollen. Die besten Chancen vergeben Bryce Gervais bei einem Alleingang und Stefan Della Rovere im Powerplay. Torlos geht's in die erste Pause.
Auch im zweiten Drittel nimmt die Partie kaum Fahrt auf. Vielmehr ist es ein zähes Ringen um jeden Puck und Kampf um jeden Zentimeter Eisfläche. Dann das 0:1. Ein Schuss von der blauen Linie wird unglücklich abgefälscht, keine Chance für Matthias Nemec im Falken-Tor. Direkt im Anschluss die Heilbronner Falken jetzt giftiger, zielstrebiger. Nur zwei Minuten später macht Ian Brady mit seinem ersten Saisontor das 1:1. Die Hausherren mit Oberwasser, doch vorne gehen sie zu sorglos mit ihren Chancen um. Die beste vergibt Dylan Wruck bei einem Break in Unterzahl. Eine Minute vor dem Pausenpfiff dann die kalte Dusche: Aus dem Nichts heraus machen die Gäste das 1:2.
Heilbronner Falken mit viel Druck
Im letzten Abschnitt gibt es dann nur noch eine Mannschaft, die spielt: die Heilbronner Falken. Sie belagern das Gästetor - und bekommen Powerplay. Genau zehn Sekunden dauert dieses, da drischt Kapitän Derek Damon den Puck ins Netz - 2:2. Jetzt wird der Druck der Hausherren minütlich größer, die Sachsen nur noch am Reagieren.
Dann eine ganz prekäre Situation. Zwei Minuten vor dem Ende eine Strafzeit gegen die Falken. Und dann das: Tim Miller blockt einen Schuss, jagt der Scheibe hinterher, läuft auf und davon und erzielt exakt 120 Sekunden vor dem Ende das 3:2 in Unterzahl. Die Halle tobt. Bei diesem Ergebnis bleibt es bis zum Schluss. Die Falken setzen ihren Höhenflug fort.
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