Aufpassen, das wird ganz schwer
Auf die Falken wartet ein ganz unangenehmer Gegner
VonMarc Thorwartlschließen
Gegen die Dresdner Eislöwen sind die Unterländer klarer Favorit - und genau mit dieser Rolle hatten sie in der Vergangenheit so ihre Probleme.
Abschlusstraining der Heilbronner Falken am Donnerstagmittag in der Kolbenschmidt-Arena. Die offiziellen Übungseinheiten sind vorbei, doch kein Spieler geht in die Umkleidekabine. Sie alle schieben Extraeinheiten. Freiwillig! Yannik Valenti trainiert One Timer - die Direktabnahmen, die mittlerweile ligaweit gefürchtet sind.
Vor dem Kasten hat sich Alex Nikiforuk postiert und versucht Scheiben, die ihm Davis Koch als Flip-Pass spielt, ins Tor abzufälschen. Was für eine Serie. Neun von zehn Pucks gibt er eine Richtungsänderung, dass sie einfach unhaltbar ins Netz einschlagen.
Heilbronner Falken haben richtig Spaß
Falken-Trainer Alexander Mellitzer steht ebenfalls noch auf der Eisfläche und beobachtet das Treiben seiner Jungs: "Das sind alles ganz feine Kerle." Die Heilbronner Falken haben richtig Spaß in der neuen Saison, sind Tabellenzweiter, und man merkt sofort: Sie sind nicht bereit, diesen Platz freiwillig zu räumen, wollen weiterhin für Furore sorgen.
Und da wartet heute Abend ein ganz unangenehmer Gegner auf sie. Um 20 Uhr treffen sie in der Kolbenschmidt-Arena auf die Dresdner Eislöwen. Die Sachsen haben wieder Unsummen in ein neues Team investiert - und kommen überhaupt nicht in Tritt. Nach nur vier Tagen schassten die Verantwortlichen den Trainer Bradley Gratton.
Ex-Falken-Trainer jetzt Coach der Eislöwen
Sein Nachfolger wurde ausgerechnet Rico Rossi, der ja auch schon eine Dekade lang in Heilbronn und zuletzt als Sportdirektor in Kassel tätig war. Ein Wechsel, ohne den erhofften Erfolg. Rossis Bilanz aus sieben Spielen: zwei Siege, fünf Niederlagen. Mit neun Punkten stehen die Eislöwen derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz.
Und genau das macht die Situation so gefährlich. Die Heilbronner Falken sind ganz klarer Favorit. Und mit dieser Rolle haben sie sich in der Vergangenheit häufig schwergetan. Jeder erwartet einen Sieg von den Unterländern, wohingegen die Eislöwen nur positiv überraschen können.
Heilbronner Falken mit Umstellungen
Die Aufgabe wird nicht einfacher, da Coach Mellitzer die Reihen umstellen muss. Verteidiger Marcus Götz, der in der bisherigen Saison als Musterbeispiel an Beständigkeit glänzte, fällt aus. Und wenn man gewöhnlich gut unterrichteten Quellen Glauben schenken darf, auch noch ein ganzes Weilchen.
Zudem steht ein Fragezeichen hinter Defender Tobias Möller. Der Youngster konnte am Donnerstag nicht trainieren. Zudem wird Valentino Klos beim Kooperationspartner Adler Mannheim benötigt. Im Tor setzt der Trainer auf die Fangkünste von Matthias Nemec.
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