Pure Spannung
Falken gelingt die Revanche gegen den Tabellenführer Kassel
VonMarc Thorwartlschließen
Beide Mannschaften liefern ein echtes Spitzenspiel ab und betreiben beste Werbung fürs Eishockey.
○ Kassels Kirsch trifft an alter Wirkungsstätte doppelt.
○ Falke Nikiforuk mit einem Hattrick
○ Beste Werbung für das Derby am Dienstag in Bietigheim.
Ein echtes Hammerspiel steht den Heilbronner Falken heute Abend in der DEL2 bevor. In der Kolbenschmidt-Arena empfangen sie den unangefochtenen Tabellenführer, die Kassel Huskies. Die Unterländer sind ganz heiß auf die Partie, denn die Hessen hatten ihnen im ersten Aufeinandertreffen mit 7:1 die höchste Saisonniederlage zugefügt. Die Revanche gelingt. Die Heilbronner Falken gewinnen mit 4:3.
Im Vergleich zur Partie am Freitag bei den Bayreuth Tigers, kann Falken-Trainer Alexander Mellitzer heute Abend wieder auf Tim Miller zurückgreifen. Der war ja wegen seiner Disziplinarstrafen im Spiel vor einer Woche gegen Bad Tölz für eine Partie gesperrt. Zu seinem zweiten Einsatz im Heilbronner-Falken-Dress kommt Jungadler Jan-Luca Schumacher.
Heilbronner Falken mit wechselnden Mittelstürmern
Von Beginn an entwickelt sich ein intensives Spiel, wobei die Gäste die bessere Spielanlage zeigen. Das liegt teilweise auch daran, dass sich die Heilbronner Falken im eigenen Abwehrdrittel durch falsche Entscheidungen selbst in die Bredouille bringen. Deshalb geht das 1:0 der Schlittenhunde in der fünften Minute auch in Ordnung. Irgendwie waren sich der Heilbronner Verteidiger und der Keeper nicht einig, Nutznießer ist der ehemalige Falken-Torjäger Justin Kirsch.
Auch danach sind die Gäste zielstrebiger, weshalb der Ausgleich für die Heilbronner Falken etwas schmeichelhaft ist. Ein Querpass findet den Weg zu Stefan Della Rovere, der trifft die Scheibe nicht richtig, dadurch flattert sie unkonventionell durch die Luft und ins Tor. Danach die Hausherren besser im Spiel, jetzt haben sich die Außenstürmer an ihre wechselnden Center - nur drei Mittelstürmer stehen für vier Reihen zur Verfügung - gewöhnt. Bryce Gervais und Tim Miller haben noch gute Chancen, das 2:1 zu erzielen, scheitern aber. Es bleibt beim 1:1 zur Pause.
Heilbronner Falken mit schnellem Spiel
Das zweite Drittel beginnt denkbar ungünstig für die Heilbronner Falken. Sie kassieren eine Strafzeit.Doch mit unbändigem Einsatz verhindern sie einen Gegentreffer. Kaum wieder komplett marschiert Schumacher übers gesamte Feld, spielt quer auf Alex Nikiforuk, der nur noch ins leere Tor schieben muss. Danach die Unterländer im Vorwärtsgang - mit der Gefahr, in einem Konter zu laufen. Genau das passiert.
Kirsch erzielt seinen zweiten Treffer und lediglich 32 Sekunden später erneut ein schneller Spielzug - die Hessen gehen mit 3:2 in Führung. Jetzt ist es ein echtes Spitzenspiel. Da wird um jeden Zentimeter Eis gekämpft, keine Scheibe verloren gegeben. So erobert Dylan Wruck den Puck, passt auf Marcus Götz, der spielt diagonal durch die Angriffszone auf Nikiforuk: 3:3.
Heilbronner Falken machen es in Überzahl
Im letzten Drittel sind drei Minuten gespielt, da gibt es eine Strafzeit gegen die Gäste. Della Rovere scheitert an der Latte, aber die Scheibe kommt zu Nikiforuk - und der macht seinen dritten Treffer an diesem Abend. Dann die ganz große Chance, eine Vorentscheidung herbeizuführen: Die Heilbronner Falken haben vier Minuten Überzahl. Doch der Puck findet nicht den Weg über die Linie.
Fünf Minuten vor dem Ende dann um gekehrte Vorzeichen. Jetzt haben die Hessen Powerplay. Die Hausherren kämpfen verbissen, werfen sich in Schüsse, blocken Pässe und überstehen die Situation. Noch drei Minuten. Die laufen herunter, die Falken schlagen den Spitzenreiter mit 4:3 und sind gut fürs Derby am Dienstag in Bietigheim gewappnet.
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