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Falken-Stürmer Brune: "Die U20-WM war eine unglaubliche Erfahrung"

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Der 19-Jährige der Heilbronner Falken sicherte sich mit der deutschen U20-Nationalmannschaft den Verbleib in der A-Gruppe.

Louis Brune wird ab Freitag wieder für die Heilbronner Falken im Einsatz sein.
  • Deutsches Team feiert Klassenerhalt
  • Souveränität und Puck-Management muss sich verbessern
  • Erkenntnisse fürs Spiel bei den Falken

Mit einem 6:0-Erfolg gegen Kasachstan sicherte sich die deutsche U20-Eishockey-Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag in Ostrau den Klassenerhalt im alles entscheidenden dritten Spiel. Die erste Partei hatte das DEB-Team mit 4:0 gewonnen, die zweite mit 1:4 verloren.

Mit dabei: Stürmer Louis Brune, der mit einer Förderlizenz der Adler Mannheim für die Heilbronner Falken in der DEL2 spielt. "Das war eine unglaubliche Erfahrung, zu sehen, wie weit manche Spieler in unserem Alter bereits sind und wie schnell sie spielen können", erklärt er gegenüber echo24.de.

Brune sitzt bei der Entscheidung auf der Strafbank

Einen Treffer hat er im Turnierverlauf für das Nationalteam erzielt. An der Entscheidung - im dritten Spiel gegen Kasachstan zog das Team binnen vier Minuten von 1:0 auf 5:0 davon - wirkte er nicht mit. "Ich saß zu diesem Zeitpunkt eine 2 + 10 Minutenstrafe wegen Bandenchecks ab."

"Gedanklich hatten wir die Relegation nach dem ersten Spiel schon abgehakt", sagt Louis Brune.

Dass es überhaupt zur Entscheidungspartie kam, dafür nennt er mehrere Gründe: "Wir waren deutlich überlegen, nach dem 4:0 hatten wir gedanklich wohl die Relegation schon abgehakt. Zudem hatten wir im zweiten Spiel viel Pech. Wir haben mehrfach das Aluminium getroffen oder der Puck blieb kurz vor der Torlinie liegen."

Diese Spieler haben den Falken-Stürmer beeindruckt

Barrett Hayton, der Kapitän der Kanadier, hat ihn im Turnierverlauf am meisten beeindruckt: "Er hat diese Saison schon neun Spiele in der NHL bestritten. Es ist unglaublich, welche Ruhe er an der Scheibe ausstrahlt, selbst wenn er zeitgleich von drei Gegenspielern attackiert wird."

Aus dem deutschen Team hebt er Verteidiger Moritz Seider hervor: "Er war schon vergangene Saison top, aber seitdem er in Nordamerika spielt, hat er sich nochmals deutlich verbessert. Er hat hinten kompromisslos dicht gemacht und viel Ruhe in unser Spiel gebracht."

Eigene Stärken bei den Heilbronner Falken einbringen

Für sein eigenes Spiel hat er ebenfalls neue Erkenntnisse gesammelt: "Ich habe gemerkt, dass mir meine Schnelligkeit hilft. Da komme ich zügiger aus der Ecke heraus und habe mehr Zeit, den Pass zu spielen. Das will ich zukünftig auch bei den Heilbronner Falken umsetzen." Diese Schnelligkeit ging dem Team im letzten Spiel gegen Bad Nauheim etwas ab.

Louis Brune will zukünftig seine Schnelligkeit noch besser ausspielen.

Bei der WM ließ das Team durch einen Sieg über Tschechien aufhorchen. Trotzdem reichte es nicht für Viertelfinale: "An Talent und den Skills fehlt uns nicht viel zu den Top-Teams der Altersklasse. Bei Souveränität und Puck-Management müssen wir nachlegen, da sind uns die "großen Nationen"wie Kanada, USA, Russland, Finnland oder Schweden noch voraus."

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