Bittere Auswärtspleite

Der EV Ravensburg stoppt den Höhenflug der Eisbären Heilbronn - und das brutal!

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Pavol Jancovic, Trainer der Eisbären Heilbronn, bezeichnet den EV Ravensburg als "Geheimfavoriten" auf den Titel - und soll das am eigenen Leib erfahren.

Kapitän Daniel Brendle marschiert voran - doch in Ravensburg sind seine Eisbären Heilbronn chancenlos.

Zuhause sind die HEC Eisbären Heilbronn eine Macht. Denn alle vier ihrer Heimspiele hat die Mannschaft von Trainer Pavol Jancovic in der Eishockey-Regionalliga Südwest gewinnen können. Demgegenüber steht eine Niederlage im bislang einzigen Auswärtsspiel bei den Hornets aus Zweibrücken. Am Samstagabend folgt das Zweite. Beim EV Ravensburg, den Jancovic als "Geheimfavoriten der Liga" bezeichnet. Nicht umsonst: 1:6-Niederlage für die Eisbären.

Ohne den an Grippe erkrankten Stamm-Goalie Andrew Hare sind die Eisbären Heilbronn nach Ravensburg gereist. Für den Kanadier hütet Patrick Seeger den Kasten, der schon gegen die Stuttgart Rebels eine kurze Eiszeit genießen durfte - und dabei seine Sache gut machte. Jancovics Taktik: "Wir müssen den ersten Druck überstehen und dann schnelle Konter fahren." Damit hinein in eine spannende Partie!

Eisbären Heilbronn nutzen Überzahlspiel nicht - und werden bestraft

Und der EV Ravensburg startet aggressiv - kassiert prompt die erste Zwei-Minuten-Strafe: Simon Heckenberger muss wegen Stockschlags in die Kühlbox (4.). Doch die Eisbären Heilbronn können die Überzahl nicht nutzen. Ebenso wenig die Nächste, als Martin Wenter aufgrund Haltens zwei Minuten erhält (7.). Wie es geht, zeigen dann die Hausherren: Roy Labbé hakt und muss vom Eis - prompt schlägt Alex Katjuschenko eiskalt zu: 1:0 für Ravensburg (10.).

Giga-Goalie Andrew Hare: "Die Eisbären Heilbronn sind mehr als nur ich"

Die Begegnung plätschert in der Folge etwas dahin, beide Mannschaften egalisieren sich. Bis Daniel Brendle die Gunst nutzt: Der Kapitän der Eisbären Heilbronn fängt den Puck vor der Blauen Linie ab, schießt - und tunnelt Ravensburgs Goalie David Heckenberger zum 1:1-Ausgleich (17.). Beachtlich, zu welch einem Leitwolf für die Eisbären Heilbronn sich der 29-Jährige entwickelt hat! Unentschieden geht es in die erste Drittelpause.

Eisbären Heilbronn erleben ein zweites Drittel zum Vergessen

Aber wieder sind es die Ravensburger, die besser ins Drittel starten. Und zwar in Person von Steffen Kirsch, der Seeger in der 24. keine Chance lässt - und den alten Abstand herstellt. Mehr noch, denn André Martini erhöht auf Vorlage von Kirsch auf 3:1 für die Platzhirschen (29.). Jetzt müssen sich die Eisbären Heilbronn was einfallen lassen! Doch das Gegenteil ist der Fall: Simon Heckenberger - 4:1 (35.). Ein Spielabschnitt zum Vergessen für die Eisbären Heilbronn!

Stefano Rupp von den Eisbären Heilbronn wird noch fies gefoult - und muss vom Eis.

Das Schlussdrittel startet mit einer Frage: Können die Eisbären Heilbronn DIESE Partie noch irgendwie drehen? Die schlichte Antwort lautet: nein, nein, nein. Die brutale Festung "Ravensburg" lässt sich heute nicht von ihnen einnehmen. 5:1 durch Wenter (47.), 6:1 durch Simon Heckenberger (49.). Bei diesem Spielstand ist das üble Foul von Ronny Gehlert an Stefano Rupp eigentlich unnötig wie ein Kropf - fünf Minuten plus Spieldauerstrafe für den Ravensburger. Doch für Heilbronn geht nix mehr...

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