Niederlage trotz starken Auftritts

Bei den Eisbären Heilbronn ruppt es wieder - doch für Ravensburg reicht es (noch) nicht!

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Für die Eisbären Heilbronn entpuppt sich der EV Ravensburg erneut eine Nummer zu groß - doch diesmal gibt es kein Debakel.

Stefano Rupp nimmt langsam wieder Fahrt für die Eisbären Heilbronn auf.

○ Vor genau einer Woche erlebten die Eisbären Heilbronn beim EV Ravensburg ein Debakel
○ Beide Mannschaften bestreiten ihr zweites Spiel binnen nicht einmal 24 Stunden
○ Mit Andrew Hare trifft der beste Goalie der Liga auf Topscorer Johann Katjuschenko

Déjà-vu am Samstagabend für die HEC Eisbären Heilbronn in der Eishockey-Regionalliga Südwest: Genau sieben Tage ist es her, da mussten sie schon einmal beim EV Ravensburg antreten - und erlebten ihr größtes Debakel in dieser Saison. Das soll diesmal anders werden, wie Eisbären-Trainer Pavol Jancovic verkündet: "Wir haben noch eine Rechnung offen! Um diese zu begleichen, müssen wir aber cleverer sein als vor einer Woche." Das sind sie, es reicht jedoch nicht: 4:2 für Ravensburg.

Beide Mannschaften haben eine Freitagabend-Partie in den Knochen: Die Eisbären Heilbronn besiegten gestern die Eisbären Eppelheim (6:3), der EV Ravensburg schlug gleichzeitig die Stuttgart Rebels (5:3). Im Gegensatz zum ersten Spiel ist auf Heilbronner Seite der wiedergenesene Andrew Hare dabei. Und damit trifft der beste Goalie der Liga auf DEN Topscorer schlechthin: Ravensburgs Johann Katjuschenko. Allerdings stehen Jancovic für die Mission "Wiedergutmachung" nur zwölf Feldspieler zur Verfügung...

Verschlafene Eisbären Heilbronn kassieren Treffer nach 17 Sekunden

Das Unterfangen erhält jedoch einen frühen Dämpfer: Die Eisbären Heilbronn haben sich noch nicht richtig geordnet, da rollt schon die allererste Angriffswelle der entfesselten Ravensburger auf Hares Tor: Katjuschenko auf Simon Heckenberger - das 1:0 nach nur 17 Sekunden! Immerhin: ein Weckruf für die Eisbären Heilbronn. Die gefährlicheren Vorstöße fährt in der Folge zwar weiterhin der EV Ravensburg, doch Andrew Hare ist jetzt hellwach. Nach einem munteren Hin und Her geht's in die erste Pause.

Andrew Hare wird im Tor der Eisbären Heilbronn schwer von den Ravensburgern gefordert.

Eisbären Heilbronn: Verstärkt bald ein Ex-Profi die Abwehr?

Nicht umsonst ist der EV Ravensburg für Eisbären-Coach Pavol Jancovic DER "Geheimfavorit auf die Meisterschaft". Wie abgezockt und pfeilschnell die Truppe von Martin Masak agiert, zeigt sich wieder in der 26. Minute: Die Eisbären Heilbronn drängen auf den Ausgleich - doch Martin Wenter antwortet wie ein Blitz aus dem Nichts mit dem 2:0 für den EV Ravensburg. Und der legt in Gestalt von Leon Dalldush gleich nochmal nach: 3:0 (29.). Aber die Eisbären Heilbronn müssen sich auch an die eigene Nase fassen - DENN: SIE treffen trotz vereinzelter Chancen nicht! Bis Kevin Malez (nach Vorlage von Stefano Rupp auf Daniel Brendle) endlich mal ein Lebenszeichen sendet (38.). "Nur" noch 1:3 aus Eisbären-Sicht. Erneute Pause.

Eisbären Heilbronn im offenen Schlagabtausch mit dem EV Ravensburg

Jetzt muss für die Eisbären Heilbronn so ein letztes Drittel wie gestern gegen Eppelheim her! Zumal Adrian Kirsch in der 40. noch für zwei Minuten in die Kühlbox wandert. Doch dann wird's unnötig richtig hitzig: Spieldauerstrafe für Ravenburgs Lubos Sekula. Bloß die Eisbären wandern ebenfalls zweiminütig auf die Strafbank. In der Folge wird es ein offener Schlagabtausch: Ravensburgs Steffen Kirsch macht das 4:1 (47.) auf Vorlage voooon - Katjuschenko, Stefano Rupp legt nach zum 4:2 (48.). Das war's dann aber auch schon in einem starken Regionalliga-Spiel.

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