Erbärmlicher Auftritt gegen kleine Steelers

Außer Andrew Hare NIX los: Meister Bietigheim führt die Eisbären Heilbronn vor

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Die Eisbären Heilbronn haben ein Abwehr-Problem - und das offenbart sich beim SC Bietigheim immens.

Ohne ihren Goalie Andrew Hare wären die Eisbären Heilbronn in Bietigheim total untergegangen.

○ Der amtierende Meister aus Bietigheim schwächelt bislang in dieser Saison
○ Ihr Heimspiel gegen Bietigheim gewannen die Eisbären Heilbronn mit 4:1
○ Eisbären-Trainer Pavol Jancovic kann 18 Feldspieler aufbieten

Die HEC Eisbären Heilbronn stehen am Freitagabend unter Zugzwang. Denn es MUSS ein Sieg bei den kleinen Steelers aus Bietigheim her, um den Baden Rhinos Hügelsheim, dem EV Ravensburg und dem EHC Zweibrücken in der Eishockey-Regionalliga Südwest auf den Fersen zu bleiben. Und um die Eisbären Eppelheim, den Stuttgarter EC und eben Bietigheim auf Distanz zu halten. Für Pavol Jancovic ist demnach ein Sieg Pflicht. Der Trainer der Eisbären Heilbronn sagt: "Wenn wir konzentriert zu Werke gehen, sollte das auch klappen." Von wegen - es geht VOLL in die Hose: 0:4!

Der amtierende Meister aus Bietigheim schwächelt bislang in dieser Saison, musste auch bei den Eisbären Heilbronn schon ein 1:4 hinnehmen. Pavol Jancovic erklärt: "Sie hatten ein paar Abgänge zu verzeichnen und gehen mit einer neuformierten Mannschaft aufs Eis - das ist für uns aber kein Grund, sie zu unterschätzen!" Immerhin stehen ihm für die Operation "Erster Auswärtssieg der Saison" 18 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung.

Eisbären Heilbronn werden eiskalt erwischt und nutzen Chancen nicht

Aber die Hausherren aus Bietigheim legen los wie die Feuerwehr - und nutzen die erste Chance eiskalt. Die Abwehr der Eisbären Heilbronn lädt Bietigheim förmlich ein zum Tor: Goalie Andrew Hare steht im falschen Eck - zack, drin ist das Ding von Justin Held (2.)! 1:0 für Bietigheim. In der Folge müssen einige Bietigheimer in die Kühlbox.

Als Zuschauer optisch in der Überzahl, doch auf dem Eis unterliegen die Eisbären Heilbronn.

Eine riiieeesige Möglichkeit für die Eisbären Heilbronn, die ab der 10. Minute sogar doppelte Überzahl genießen - doch Sören Breiter vergibt eine Top-Chance. Felix Kollmar scheitert kurz danach aus drei Metern an Bietigheims DNL-Torhüter Frantisek Gistr. Der Chancen-Tod kommt heute aus Heilbronn! Immerhin ist Andrew Hare hellwach, als Marcel Göttfert plötzlich allein vor ihm auftaucht. Mit einem 0:1 geht's in die erste Pause.

Katastrophale Abwehr-Arbeit der Eisbären Heilbronn

Das zweite Drittel beginnt - und wieder sind es die kleinen Steelers, die die ersten Nadelstiche setzen. Aber Andrew Hare vereitelt. Erneut! Es ist jetzt eine Partie, die auch der bescheidene Kanadier irgendwann als Hare gegen Bietigheim akzeptieren muss. Doch irgendwann kann auch der 29-Jährige nicht mehr alles halten.

Als die Abwehr der Eisbären Heilbronn wieder einmal schläft, macht Mike Weigandt das 2:0 für Bietigheim (30.). Lukas Traub nutzt den unglaublichen Defensiv-Winterschlaf der Eisbären zum 3:0 (34.). Das 4:0 folgt auch noch durch Göttfert (40.). Wenn kein routinierter Verteidiger wie Marco Schütz vor Andrew Hare steht, wird DAS definitiv NIX mit den Playoffs! Letzte Pause.

Eisbären Heilbronn mit einem Auftritt, der Angst macht

Wenigstens fahren die Eisbären Heilbronn jetzt wütende Angriffe. Allerdings hat niemand in ihren Reihen Zielwasser getrunken. Ein erschreckender Auftritt, der Angst macht. Im Gegenzug können sie sich vor Andrew Hare niederknien, dass dieses Spiel kein Debakel wird. Der Schlusspfiff erlöst den heute in Bietigheim angetretenen HEC Andrew Harebronn.

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