Er tat es einfach trotzdem
Warum Ringer-Weltmeister Frank Stäbler davon abgeraten wurde, ein Foto mit seinem Auto zu veröffentlichen
VonJulia Thielenschließen
Frank Stäbler liebt seinen Mustang. Öffentlich machen sollte er das nicht. Er entschied sich anders - und bekommt jetzt genau dafür Zuspruch.
Ein Foto zeigt Frank Stäblerganz elegant in Bundfaltenhose, Hemd und Weste. Der stylische Ringer-Weltmeister posiert vor einem roten Ford Mustang GT. Das Auto und Stäbler stehen in einer Industriehalle. Das Statement-Bild hat etwas von 007 - es sieht einfach stark aus. Damit steht es auch symbolisch für die Leistungen des Muskelpakets Stäbler. Eigentlich sollte dieser das Foto mit dem roten Mustang aber gar nicht veröffentlichen. Doch Frank Stäblerentschied sich anders - und sendete damit sogleich eine Botschaft an seine Fans.
Ford Mustang GT: Frank Stäbler posiert vor seinem Sportwagen
"Hier seht ihr ein neues Bild von mir mit meinem Traumauto. Mir wurde abgeraten, dieses Foto zu posten. Die Begründungen waren Neid, Missgunst, Rechtfertigung‼", schreibt Stäbler bei Instagram. Die Sorge der Berater war demnach offenbar, die Zurschaustellung des Ford Mustang könne für negatives Feedback sorgen. Doch Stäbler nimmt Neidern mögliche Hasskommentare vorweg und erklärt, warum er sich gerade diesen Sportwagen leistet.
Schon vor Jahren habe er sich das Ziel gesetzt, Ringer-Weltmeister zu werden. Schon damals beschloss Stäbler offenbar, sich selbst mit dem Ford Mustang zu motivieren. Sollte er sein Ziel erreichen, würde er sich mit seinem Traumauto belohnen, so viel war ihm klar. Und Stäbler schaffte es - zwei Mal. "Es stecken unglaublich viel Blut, Schweiß und Tränen hinter dieser roten Farbe. Es war kein Geschenk, Glück oder ein Erbstück! Nein, es war unglaublich harte Arbeit", erklärt er deshalb auf Instagram.
Frank Stäbler: Neid angesichts des Ford Mustang Fehl am Platz
Genau deshalb wäre Neid in diesem Fall fehl am Platz, macht Stäbler klar - und sendet eine Botschaft an alle, die versucht sind, dem Ringer-Ass seinen Ford Mustang GT dennoch nicht zu gönnen. "Wir leben in Deutschland momentan leider in einer großen Neid-Gesellschafft. Ich habe es nun schon zu oft selbst erlebt." Dabei könne man mit den Errungenschaften anderer auch positiv umgehen, sagt Stäbler.
"Freut euch mit euren Mitmenschen. Seid dankbar für das, was ihr selbst habt. Nehmt die positive Energie daraus und arbeitet hart an euren eigenen Träumen", erklärt der Ringer der Red Devils Heilbronn. Zumindest im Falle seines roten Ford Mustangs hat das offenbar geklappt. Statt eines Shitstorms gratulieren Stäbler viele zu seinem Erfolg und wünschen ihm viel Spaß mit seinem Sportwagen: "Geile Karre. Geiler Typ. Super Frau. Alles passt, es sei dir vom Herzen gegönnt. Weiterhin viel Erfolg", schreibt beispielsweise ein Fan. Und viele andere sehen das genauso.
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