Was für ein geiles Spiel!
Robin Platz entscheidet Eishockey-Krimi für die Eisbären Heilbronn
VonOlaf Kubasikschließen
Sie liegen mit 1:4 zurück, dann wenden die Eisbären Heilbronn ein eigentlich verlorenes Spiel.
Sie müssen am Sonntagabend gewinnen. Wenn, ja wenn die HEC Eisbären Heilbronn die Playoff-Plätze in der Eishockey-Regionalliga Südwest nicht aus den Augen verlieren wollen. Für Trainer Heiko Vogler ist die Partie gegen die Mad Dogs Mannheim deshalb auch ein "Big Point Game" - UND: "Wir müssen endlich mal vor eigenem Publikum zeigen, was in uns steckt." Allerdings steht dem spielenden Coach nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. Doch die wächst beim 5:4-Erfolg über sich hinaus.
Der Derbysieg in Bietigheim vor einer Woche bei den Eisbären Heilbronn wirkt immer noch wie eine österreichische Brause - verleiht Flügel. Eisbären-Verteidiger Robin Platz erklärt mit Blick auf die Tabellensituation: "Wir müssen unseren Fokus auf genau die Punkte legen, die uns in dieser Partie gegen den Tabellenführer den entscheidenden Vorteil gebracht haben: Einsatz, harte Arbeit und Konzentration." Aber nun zum Mannheim-Match!
Eisbären Heilbronn mit Sahne-Tor, aber Mad Dogs Mannheim sind effizienter
Die Mad Dogs sind ein unbequemer Gegner - das haben sie den Eisbären schon im Hinspiel bewiesen. Und da knallt's schon in der Heilbronner Hütte: Udo Sofian (4.). Aber prompt ruppelt's auch im Mannheimer Karton: Stefano Rupp netzt quasi im Gegenzug ein (4.). Dank eines Passes von Claudio Schreyer, der sooo Sahne ist, dass das Eis der Arena gerne aus "Coconut Cream" wäre. Dieser Gaumenfreude folgt jedoch schnell der bittere Nachgeschmack: Marc Brenner (13.) und Dayliin Smallchild (18.) - 1:3, zackzack. Pause.
Eisbären Heilbronn machen das Spiel, Mad Dogs Mannheim treffen
Im zweiten Spielabschnitt das gewohnte Bild: Die Eisbären Heilbronn machen das Spiel, aber die Mad Dogs sind im Abschluss bissiger. Heißt: brandgefährlich. Und beweisen diese Bissigkeit erneut kurz vor Drittel-Ende durch Moritz de Raaf (40.). 4:1 für Mannheim. Es sieht nach einem "Big Point Game" für die Gäste aus. Wird das wieder nix vor EIGENEM Publikum? Die zweite Pause beantwortet diese Frage nicht. Noch nicht...
Aufholjagd der Eisbären Heilbronn beginnt im letzten Drittel
Denn WAS ist DAS? Philipp Kress legt los wie der Teufel, verkürzt auf 2:4 (41.). Und dann ist es DER Mann, der Kress' Vater sein könnte: Martin Williams, zuverlässiger als jeder Volkswagen, schneller als jeder Porsche - bruuummmm: 3:4 (42.). Geht da jetzt noch was? Jaaa, Monster-Rupp gleicht aus (54.) - und dann ist es Robin Platz, der den Schlusspunkt setzt und seinen Worten mehr als gerecht wird (55.): 5:4. Was für ein Krimi! "Tatort" ist an diesem Sonntag so was von out.
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