Heilbronner Sieg in Mannheim
Trainer Heiko Vogler spielt mit: Eisbären siegen in Mannheim
VonOlaf Kubasikschließen
Er hat sich zum ersten Mal seit März 2013 als Heilbronner Eisbär aufs Eis geschwungen - und damit tütet Heiko Vogler den ersten Saisonsieg ein.
40 Minuten haben sie SEIN Eishockey gespielt, den Gegner eingeschnürt, als wäre er ein Päckchen - doch dann ist der HEC Eisbären Heilbronn der Arroganz verfallen. Wieder einmal! Fatale Folge: Niederlage nach Penalty-Schießen zum Regionalliga-Auftakt in Zweibrücken. Trainer Heiko Vogler gegenüber echo24.de: "Ich habe nach dem letzten Drittel einen Tobsuchtsanfall bekommen und jeden Spieler zur Rede gestellt." Das Ergebnis der Vogler-Schelte bekommen am Samstagabend die Mad Dogs Mannheim vor eigenem Publikum zu spüren: Sie werden mit 5:3 bezwungen.
Heiko Vogler spielt erstmals seit März 2013 wieder für die Eisbären Heilbronn
Eisbären-Angreifer Vasilios Maras warnt im Vorfeld vor dem Gegner, der sich mit "zwei guten Kanadiern" verstärkt hat. Er sagt aber auch: "Wir müssen die unglückliche Niederlage der Vorwoche vergessen machen - und diesmal 60 statt nur 40 Minuten unser Eishockey spielen." Und das ohne die in Urlaub weilenden Daniel Brendle und Marc Oppenländer. Aber Coach Vogler zieht einen Super-Joker für die Partie: sich selbst! Damit geht der Heilbronner Heiko-Hype in eine neue Runde. Erstmals seit dem 28. März 2013 (Vogler schießt die Eisbären per Penalty zur ersten Meisterschaft) trägt ER wieder das Bärli-Trikot und stellt nebenbei "drei starke Reihen".
Andreas Gabalier rockt direkt neben den Eisbären Heilbronn - und die rocken erstmal mit
20.15 Uhr. Prime Time. Mit dem Versprechen, dass es ein Comeback der großen alten Samstagabendshows gibt. DENN auch in Mannheim gilt: "Einer wird gewinnen", aber zunächst "Auf los geht's los". Und die Eisbären huldigen gleich mal Kulenkampff, Fuchsberger und Co., starten mit mehr Hula palu als Alpen-Rocker Andreas Gaballier direkt nebenan in der SAP-Arena. Doch die Mannheimer stehen defensiv sehr, sehr klug. Bis Maras richtig hulapalut (10.) und Claudio Schreyer (Vorlage Vogler) nachlegt (14.). 2:0 für die Eisbären. Artem Klein verkürzt danach im Alleingang (16.). Pause. Und wer sich fragt, wer bei den Heilbronnern für Vogler eigentlich an der Bande steht: "Mein Kollege Jan Hey, der in solchen Fällen als HEC-Nachwuchstrainer mit entsprechender Lizenz einspringt."
Eisbären Heilbronn: Heiko Vogler und Martin Williams zeigen's den Jungen im zweiten Drittel
Mit zwei Minuten Unterzahl geht's weiter - schuld daran ist Sören Breiter. Doch runter von der Blöde-Reime-Bütt ins Spielgeschehen: Heilbronn übersteht die Breiter-Bestrafung ebenso wie darauf Mannheim die zwei Minuten gegen Kristofer Kratzmann. Ein Tor würde der Partie jetzt gut stehen - denn nicht nur für Gabalier ist es "Verdammt lang her",dass eins gefallen ist. Die Mad Dogs servieren - derart gefüttert - sogleich: 2:2 durch Marc Brenner (32.). Wie reagiert Vogler jetzt? Ganz einfach: Der 34-Jährige spielt Martin Williams (42) an: 3:2 (36.). Die Urgesteine zeigen den Jungen, wo der Barthel den Most holt! Merke: Alter schützt vor Tor(geil)heit nicht. Dennoch: Verschnaufdrittelpause. Uff!
John Kraiss und Stefano Rupp machen für die Eisbären Heilbronn alles klar
Das letzte Drittel läuft komplett nach Heiko Voglers Geschmack. Seine Devise lautet schließlich: "Wenn ich führe, darf hinten gar nichts mehr reinkommen." Und die Eisbären beherzigen das, drücken aus kompakter Defensive nach vorne. Belohnung: 4:2 durch John Kraiss (50.), Torjäger Stefano Rupp zum 5:2 (54.). Der Anschlusstreffer durch Keegan Prüden (59.) noddelt da relativ wenig...
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