Kolumne: "Herolds Heimspiel"
Trotz Entlassung: Rehms Arminia-Entscheidung war richtig
VonNicolas Heroldschließen
In Großaspach hätte der Fleiner nie die Chance gehabt, ein Team in der zweiten Liga zu trainieren.
Nachher ist man immer schlauer. Klar. Wäre Rüdiger Rehm im beschaulichen Großaspach geblieben, hätte er sich den ganzen Schlamassel in Bielefeld erspart.
Dort wurde er geschätzt, dort standen die Verantwortlichen so felsenfest hinter ihm, dass er eine Krise wie bei Arminia definitiv überstanden hätte. Aber nein, Rehm wählte das Risiko und die neue, große Chance, sein Trainer-Können eine Liga höher unter Beweis stellen zu dürfen. Dass es auch schief gehen könnte, war ihm bewusst. Dass es schon nach nur zehn Spielen beim neuen Verein so krachend schief gehen würde, hatte dann aber doch niemand erwartet.
Deswegen ist für Rehm jetzt erst einmal Wunden lecken angesagt – und eine ehrliche und schonungslose Analyse seiner Zeit in Ostwestfalen, in der Rehm auch sich selbst fragen muss, was er falsch gemacht hat. Dennoch kann es an deren Ende nur eine Erkenntnis geben: dass der Schritt aus Aspach weg nach Bielefeld trotz allem richtig war.
Hätte sich Rehm im Fautenhau weiter in seiner Wohlfühl-Oase bewegt, hätte er wohl nicht die Erfahrung der zweiten Liga gemacht. Auch wenn diese nun auf äußerst schmerzhafte Art und Weise geendet ist. Am Ende kann jedoch auch das eine sehr lehrreiche Erfahrung sein.
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