Bald in der IndyCar?

Mick Schumacher spricht über „verschiedene Optionen“ in der Zukunft

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Ein Formel-1-Comeback ist für Mick Schumacher vorerst vom Tisch. Doch die Liebe zum Formelsport ist groß. Die IndyCar könnte seine neue Heimat werden.

Gland/Indianapolis – Der Traum vom Formel-1-Comeback ist für Mick Schumacher fürs Erste erneut geplatzt. Die Frage ist also: Wie geht es für den Sohn von Michael Schumacher weiter? Eine mögliche Option ist die IndyCar-Series in den USA. Bei einem ersten Test wusste der 27-Jährige gleich zu überzeugen und scheint Blut geleckt zu haben.

Liegt die Zukunft von Mick Schumacher in der IndyCar Series?

Nach seinem Testauftritt in Indianapolis äußerte sich Schumacher zur IndyCar-Series als mögliche Karriereoption. „Natürlich muss man die IndyCar-Serie ernsthaft in Betracht ziehen“, erklärte der 27-Jährige gegenüber Reportern, wie MotorsportMagazin.com berichtet. „Es ist ein Einsitzer, es gibt 17 Rennen im Jahr, und das ist im Grunde alles, was sich ein Rennfahrer wünschen kann.“

Mick Schumacher sieht IndyCar als „gute Option“ im Formelsport

Die wenigen Rennen waren etwas, das den Deutschen an der Langstrecken-WM WEC gestört hat, in der er aktuell noch für Alpine fährt. „Außerdem liebe ich es, in meinem eigenen Auto zu sitzen, und ich liebe Formelautos – das habe ich schon öfter gesagt“, wird Schumacher deutlich. Auch wenn das Formel-1-Comeback nicht gelingt, möchte der 27-Jährige wieder in einem Formelauto sitzen.

Die besten Chancen dafür sieht Schumacher aktuell in der IndyCar. „Die IndyCar-Serie kommt dem am nächsten, was ich aktuell noch fahren kann. Ich kann nicht in die Formel 2 zurückkehren, weil ich dort bereits eine Meisterschaft gewonnen habe. IndyCar könnte also eine gute Option sein“, betont der 27-Jährige.

Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern

Mick Schumacher im Jahr 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher in der Saison 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher bei Formel-4-Testfahrten auf dem Nürburgring 2015
Mick Schumacher bei der Siegerehrung nach dem Formel-4-Rennen 2015 in Oschersleben
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Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, da Schumacher die Eindrücke vom Test in Indianapolis erstmal verarbeiten wolle. „Für 2026 ist alles offen. Ich habe verschiedene Optionen, IndyCar ist eine davon. Ich kann noch nicht sagen, wie hoch die Chancen genau sind, dass ich hier fahre“, sagte er auf einer Pressekonferenz in den USA.

Eines ist klar, sollte Schumacher den Sprung in die IndyCar wagen, dann will er es richtig machen – so wie es ihm sein ehemaliger Teamchef Günterh Steiner geraten hat. „Ich denke, es wäre falsch, nur einen Teil der Rennen zu fahren. Wenn ich mich darauf einlasse, dann möchte ich mich voll darauf einlassen“, so der 27-Jährige.

Entsprechend schloss der Deutsche auch ein Doppelprogramm aus IndyCar und WEC aus: „Doppelprogramme sind nicht auf meinem Radar. Das würde viel Energie kosten und wäre eine ziemliche Ablenkung. Wenn ich mich also zu etwas entschließe, dann zu 100 Prozent.“ Es bleibt also spannend wie es 2026 für Mick Schumacher weitergeht. (smo)

Rubriklistenbild: © Michael Conroy/dpa

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