Europameisterschaften in Norwegen

Biathlon: Ein Fehler zu viel – Deutsche Talente verpassen Medaillen hauchdünn

Biathlon: Marlene Fichtner fehlten nur wenige Sekunden bis zur EM-Medaille.
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Biathlon: Marlene Fichtner fehlten nur wenige Sekunden bis zur EM-Medaille.
  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Am ersten Tag der Biathlon-Europameisterschaften hat die deutsche Mannschaft ihre ersten Medaillen nur knapp verpasst. Marlene Fichtner und Elias Seidl waren nah dran, schossen aber jeweils einen Fehler zu viel.

Die Biathlon-Europameisterschaften begannen am Mittwoch mit den Einzelrennen. Im norwegischen Sjusjoen verpassten Marlene Fichtner und Elias Seild die Medaillenränge nur hauchdünn. Zwei bekannte Namen erlebten hingegen einen bitteren Auftakt.

Bis zum letzten von vier Schießeinlagen war Marlene Fichtner bei der Biathlon-EM klar auf Medaillenkurs. Dann schoss die 22-Jährige ihren ersten und einzigen Fehler und kassierte eine folgenschwere Strafminute. Die Athletin vom SC Traunstein fiel aus den Medaillenrängen und musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

Biathlon: Fichtner fehlen nur wenige Sekunden – Bitterer Tag für Kebinger

Im Ziel fehlten Fichtner nur 6,8 Sekunden auf die Bronzemedaille, auf den EM-Titel waren es nur 11,6 Sekunden. Dennoch zeigte Fichtner im Rennen über 15 Kilometer erneut eine starke Vorstellung und belegte ihre gute Form, die sie bereits beim Weltcup in Nove Mesto an den Tag gelegt hatte.

Julia Kink belegte mit drei Strafrunden den 13. Platz, Mareike Braun schoss zwei Fehler und wurde 15. Selina Kastl machte wie Fichtner nur einen Fehler, hatte auf der Strecke aber sichtlich Probleme und kam nur auf den 25. Platz. Hanna Kebinger erlebte einen bitteren Tag, kassierte fünf Strafminuten und wurde nur 33. Auch Lisa Spark enttäuschte mit fünf Fehlern und dem 53. Platz. Den Titel holte sich Anastasiya Merkushyna aus der Ukraine vor Samuela Comola aus Italien und der Französin Paulin Voldiya Galmace. Das gesamte Ergebnis

Biathlon: 0,8 Sekunden nach 20 Kilometern – Starker Seidl im Pech

Wenige Stunden vorher ereilte Elias Seidl das gleiche Schicksal, wie es bei Fichtner der Fall war. Auch der 21-Jährige vom SC Ruhpolding schoss nur einen Fehler und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Der Athlet vom SC Ruhpolding verpasste die Bronzemedaille nur hauchdünn, nach 20 Kilometern machten 0,8 Sekunden den Unterschied.

Senkrechtstarter Leonhard Pfund belegte mit zwei Strafminuten den siebten Rang, fehlerfrei hätte der 22-Jährige Gold gewonnen. Simon Kaiser als Zehnter und Danilo Riethmüller als Elfter rundeten ein gutes deutsches Ergebnis ab – beide schossen je drei Fehler. Die erfahrenen Weltcupathleten Roman Rees und Johannes Kühn konnten mit den Plätzen 22 und 26 nicht zufrieden sein. Der Franzose Antonin Guigonnat holte den EM-Titel vor Isak Frey aus Norwegen und seinem Landsmann Valentin Lejeune. Hier geht es zum gesamten Ergebnis

Bei den Biathlon-Europameisterschaften werden acht Rennen ausgetragen. Die Wettkämpfe werden am Freitag mit den Sprints fortgesetzt, ehe am Samstag die Verfolgungsrennen anstehen. Der Schlusspunkt wird am Sonntag gesetzt, dann stehen die Staffeln auf dem Programm. Hier gibt es das Programm im Überblick. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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