Entscheidung gefallen

Mick Schumacher lehnte Cadillac-Deal ab – wegen überraschendem Plan B

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Mick Schumacher bekam von Cadillac ein Angebot als Reservefahrer und WEC-Pilot. Trotz höherer Bezahlung lehnte der Deutsche ab. Nun zeichnet sich eine Überraschung ab.

Gland – Wann immer es ein Cockpit in der Formel 1 zu vergeben gibt, fällt früher oder später auch der Name Mick Schumacher. So auch bei Cadillac. Letztlich entschied sich das neue US-Team aber für Valtteri Bottas und Sergio Perez. Ein Angebot für den 26-jährigen Deutschen gab es aber dennoch – und das hatte es in sich.

Wie geht die Karriere von Mick Schumacher nach der Absage an Cadillac weiter?

Das Angebot von Cadillac beinhaltete eine Doppelrolle für Schumacher: Er sollte als Reservefahrer für das neue Formel-1-Team fungieren und gleichzeitig einen Platz im WEC-Programm des amerikanischen Herstellers einnehmen. Das berichtet das Portal The Race. Doch trotz eines „signifikant höheren Gehalt“ lehnte der 26-Jährige überraschend ab.

Mick Schumacher sagt Cadillac ab – und verlässt wohl auch Alpine

Die Gründe damit sind vielschichtig. So kommt für Mick Schumacher eine Rückkehr in die Formel 1 nur als Stammfahrer infrage. Hinzukommt, dass er bei seinem aktuellem Team Alpine eine privilegierte Stellung genießt: Er erhält die meisten neuen Reifen in den freien Trainings und hat seit Beginn der Saison 2025 alle Qualifyings bestritten. Cadillac hingegen setzt auf strikte Gleichheit in seinen Fahrerverträgen, unabhängig von der Reputation des Piloten.

Dennoch sei auch ein Verbleib bei Alpine eher unwahrscheinlich, schreibt The Race. Für das Formel-1-Cockpit neben Pierre Gasley soll der Deutsche kein Kandidat sein. In der WEC indes sieht Motorsportchef Bruno Famin Schumacher als integralen Teil seines Projekts. Dennoch stehen die Zeichen wohl auf Abschied.

Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern

Mick Schumacher im Jahr 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher in der Saison 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher bei Formel-4-Testfahrten auf dem Nürburgring 2015
Mick Schumacher bei der Siegerehrung nach dem Formel-4-Rennen 2015 in Oschersleben
Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern

Doch wohin zieht es Schumacher nun? Eine Rückkehr in den Formel-Sport wäre in der Indycar möglich. Vor diesem Schritt warnte ihn aber auch sein Onkel Ralf Schumacher. Und auch für den 26-Jährigen ist die US-Serie keine Alternative. Seine Zukunft liegt aller Wahrscheinlichkeit nach auch weiterhin in der WEC. Allerdings bei McLaren und nicht mehr bei Alpine.

Der britische Rennstall plant seinen Einstieg in die WEC für das Jahr 2027, mit einem Entwicklungsjahr in 2026. Wie The Race berichtet, befindet sich Schumacher in „positiven Gesprächen“ mit McLaren über eine mögliche Zusammenarbeit in der Langstrecken-WM. Die Briten setzen dabei zusammen mit dem Partnerteam United Autosports und Chassis-Lieferant Dallara einen LMDh-Boliden ein.

Für Schumacher könnte es das ideal langfristige Projekt sein. Denn McLaren kommt mit großen Ambitionen in den Langstreckensport. Zeitgleich ist das Team derzeit das absolute Maß der Dinge in der Formel 1. Und sollte der 26-Jährige doch einmal Interesse an einem IndyCar-Start haben, kann McLaren auch das möglich machen. (smo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner