„Verstehe ich nicht so ganz“

Gewagter Karriereschritt: Onkel Ralf hat Angst um Mick Schumacher

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
    schließen

Mick Schumacher denkt über einen Wechsel in die IndyCar-Serie nach. Sein Onkel Ralf Schumacher hält das für keine gute Idee – und findet deutliche Worte.

Gland/St. Tropez – Der Traum vom Formel-1-Comeback ist für Mick Schumacher einmal mehr geplatzt. Und auch in der Langstrecken-WM scheint es für den 26-Jährigen nicht weiter zu gehen. Zu groß ist die Sehnsucht nach den Formel-Boliden. Daher liebäugelt der Sohn von Michael Schumacher nun mit einem Wechsel in die US-Serie IndyCar – was bei seinem Onkel Ralf Schumacher für Verwunderung sorgt.

Ralf Schumacher ist nicht grade begeistert vom möglichen IndyCar-Wechsel seines Neffen Mick.

„Ich persönlich verstehe das nicht so ganz, weil ich glaube, dass er da, wo er jetzt ist, super aufgehoben ist und auch eine tolle Zukunft haben kann“, äußerte sich der 50-Jährige im Sky-Podcast Backstage Boxengasse zum IndyCar-Test von Mick Schumacher. Seinem Neffen hatte er bereits öffentlich von einem Wechsel in die USA abgeraten.

Ralf Schumacher warnt Mick vor Wechsel in die IndyCar: „Einfach zu gefährlich“

Der Grund: Ralf Schumacher hält die IndyCar. „Es sind viele schlimme Unfälle passiert in der Vergangenheit und deshalb finde ich es persönlich nicht gut“, betont der Sky-Experte, dem besonders die Ovale ein Dorn im Auge sind – wohl auch, weil er selbst in Indianapolis zweimal schwer verunfallt ist.

Neben den Sicherheitsaspekten sieht Ralf Schumacher auch sportliche Herausforderungen für seinen Neffen. Der Wechsel aus der IndyCar zurück in die Königsklasse sei alles andere als einfach. „Die Tests, die es bis jetzt gegeben hat, waren nicht von Erfolg gekrönt,“ erklärt der Formel-1-Experte im Sky-Podcast.

Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern

Mick Schumacher im Jahr 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher in der Saison 2014 bei einem Kartrennen im belgischen Genk
Mick Schumacher bei Formel-4-Testfahrten auf dem Nürburgring 2015
Mick Schumacher bei der Siegerehrung nach dem Formel-4-Rennen 2015 in Oschersleben
Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern

Dennoch sei das Niveau in der IndyCar-Serie sehr hoch. „Also wird es nicht so einfach sein, dort dann in Amerika zu bestehen. Und deshalb ist das nochmal ein zusätzlicher Druck, den man sich vielleicht nicht machen muss“, betont Ralf Schumacher, der Mick Emotionen verstehen kann. „Aber wenn es David wäre, also ganz ehrlich, würde ich mich dagegen wehren, weil mir das einfach zu gefährlich wäre“, so der Sky-Experte. (smo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner