Aufgebot in Zakopane
Skispringen: Zwei Absagen – Deutsches Mini-Team reist nach Polen
- VonThomas Böslschließen
Nach dem Ende der Vierschanzentournee zieht der Skisprung-Zirkus weiter ins polnische Zakopane. Das deutsche Team tritt dann nach zwei Absagen aber nur mit einem Rumpfkader an.
Zakopane - Am Freitag wird der Weltcup nach der Vierschanzentournee mit dem ersten Training im polnischen Zakopane fortgesetzt. Der Deutsche Skiververband (DSV) reist dann jedoch nur mit drei Springern an.
Es hatte sich bereits beim Dreikönigsspringen in Bischofshofen abgezeichnet. Felix Hoffmann schlug sich mit einem schmerzenden Knie herum, Philipp Raimund verließ den Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze stark hustend und sichtlich grippegeschwächt. Nun hat der DSV bekannt gegeben, dass die beiden deutschen Vorzeigespringer der Saison die beiden Wettkämpfe in Polen verpassen werden.
Skispringen: Hoffmann und Raimund müssen pausieren
„Nach der Vierschanzentournee hat sich Felix Hoffmann einer MRT-Untersuchung unterzogen, die keine strukturellen Schäden am Knie zeigte. Die Schmerzen resultieren aus einer Reizung, die nun behandelt wird, weshalb Felix beim Weltcup in Zakopane nicht starten wird. Auch Philipp Raimund wird krankheitsbedingt in Polen fehlen“, erklärte Bundestrainer Stefan Horngacher.
Da zeitgleich mit den Wettkämpfen in Polen der Continental Cup in Japan ansteht, reist die deutsche Mannschaft nur mit drei Athleten in die polnische Skisprunghochburg. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Karl Geiger werden dann das Super-Team-Springen am Samstag und den Einzelwettkampf am Sonntag in Angriff nehmen.
Skispringen: Wellinger und Geiger sollen nächsten Schritt machen
Für die deutschen Fans könnten die Ausfälle von Hoffmann und Raimund für ein hartes Wochenende sorgen. Beide hatten in den letzten Wochen im Alleingang die deutschen Farben hochgehalten. Während sich Pius Paschke zumeist mit soliden Sprüngen im hinteren Feld der Top 30 einordnete, geht es sowohl bei Wellinger als auch bei Geiger nur in ganz kleinen Schritten aufwärts. In Bischofshofen verpassten beide den zweiten Durchgang, zuvor waren sie jedoch oft bereits in der Qualifikation gestrauchelt.
- Lesen Sie auch: Magere Aussichten und die Hoffnung auf den Schritt nach vorne
- Lesen Sie auch: Horngachers Mission ist gescheitert – Und es könnte noch schlimmer werden
- Lesen Sie auch: Skispringen - Alle Termine und Ergebnisse zum Weltcup 2025/26
- Lesen Sie auch: Skispringen - Die Gesamtwertung der Herren im Überblick
Trotzdem bekommen die beiden Routiniers auch in Zakopane weiterhin die Chance, sich zu präsentieren und sich zu verbessern. „Ich will das im Wettkampf durchziehen. Sie haben kleine Schritte vorwärts gemacht. Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten“, erklärte Bundestrainer Horngacher nach der Vierschanzentournee gegenüber der ARD. (Quelle: chiemgau24.de, tb)