Stotter-Sturm muss Fahrt aufnehmen
Weinzierl: Sein Plan für mehr Offensiv-Power
VonNicolas Heroldschließen
Die VfB-Offensive ist die schwächste der Liga. Trainer Weinzierl will manches umstellen.
Nur acht Tore. Nach zwölf Spieltagen. Der Sturm des VfB Stuttgart ist aktuell höchstens ein laues Lüftchen. Das hat sich auch unter Neu-Coach Markus Weinzierl nicht geändert. Seit der 43-Jährige bei den Schwaben auf der Bank sitzt, haben die VfB-Kicker in fünf Spielen nur zwei mickrige Törchen erzielt. Bei der 0:2-Pleite in Leverkusen konnte sich der Tabellenletzte nicht eine wirklich gute Chance herausspielen. Zeit zu handeln! Zeit für mehr Offensiv-Power! Und Weinzierl hat auch einen Plan für seinen Stotter-Sturm.
Markus Weinzierl: "Spiel nach vorne ist ausbaufähig"
Der VfB-Coach erklärte einen Tag nach der Bayer-Pleite einerseits: "Das Spiel nach vorne ist ausbaufähig. Das wissen wir alle." Sein Ansatz daher: "Wir wollen mit Gonzalez und Maffeo über außen Schnelligkeit im Spiel haben. Und so wollen wir Bälle in den Sechzehner bringen." Rasantes Spiel über außen, dazu schnelles Umschalten. So soll das VfB-Spiel in Zukunft aussehen. Gegen Leverkusen war das nur im Ansatz zu sehen.
Denn das Problem ist auch: Unter Ex-Coach Tayfun Korkut agierten die Schwaben in der Offensive anders. Nochmal Weinzierl: "Ich glaube, die Mannschaft hat sich in den letzten Monaten nicht auf das Umschaltspiel konzentriert. Sie hat versucht, spielerische Lösungen über das Ballbesitzspiel zu finden." Das soll sich jetzt ändern: "Die Mannschaft ist jetzt in einem Prozess, die Kontersituationen schneller zu suchen."
Viele Angriffe über außen beim VfB Stuttgart
Eines war gegen Bayer zu sehen: Viele VfB-Angriffe liefen über außen. Nur: Die Flanken - aus dem Spiel oder nach Ecken - fanden keinen Abnehmer. Sturm-Star Mario Gomez kritisierte nach der Pleite in Leverkusen: "Wir kommen aktuell zu selten in die Situation, dass, wenn wir außen durch sind, der Ball auch reinkommt. Und wenn der Ball reinkommt, sind wir oft in der Mitte nicht stark genug besetzt." Auch ein Umstand, bei dem Weinzierl ansetzen muss. Also: Zeit zu handeln!
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