Der VfB Stuttgart hängt im Machtkampf und Datenskandal fest

VfB im Datenskandal : Esecon-Bericht aufgetaucht! Täuschung und Vertuschung!

vfb stuttgart
+
VfB Stuttgart im Datenskandal: Teile des Esecon-Berichts durchgesickert!
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
    schließen

VfB Stuttgart und der Datenskandal: Teile des Esecon-Berichts sind wohl durchgesickert!

Das nächste Beben beim VfB Stuttgart im Datenskandal. Ein Feuerwerk der schlechten Nachrichten wird derzeit rund um die Führungsetage des Aufsteigers gezündet. Jetzt sind wohl Teile des Esecon-Abschlussberichts aufgetaucht. Und die beauftragte Kanzlei bringt nichts Gutes ans Licht.

Wie der Spiegel meldet kommt das Unternehmen laut dem Bericht - der dem Nachrichtenmagazin vorliegen soll - zu dem Ergebnis, dass man beim VfB Stuttgart Zehntausende Daten an einen externen Dienstleister weitergegeben habe, ohne die Mitglieder darüber zu informieren. UND: Weiter wird von einem „Täuschungsversuch“ gesprochen. Es sei  „sehr wahrscheinlich“, dass die Daten für „Guerilla-Marketing“ benutzt worden seien, um subtil Einfluss zu nehmen.

Thomas Hitzslperger und Claus Vogt stecken mitten im Machtkampf beim VfB Stuttgart.

Es kommt noch heftiger für den VfB. Esecon nennt laut Spiegel Namen von Funktionären, die die Datenpakete verschickt haben sollen. Aufgelistet worden sind demnach auch zwei leitenden Angestellte, zwei Vorstände und ein aktuelles Präsidiumsmitglied. Sie seien in die Pläne für das „Guerilla-Marketing“ eingeweiht gewesen. Laut Spiegel teilte der VfB Stuttgart mit, man wolle sich bis zur „Bekanntgabe der Ergebnisse der Aufarbeitung“ nicht äußern.

VfB Stuttgart: Auch der Landesbeauftragte sieht „erhebliche“ Verstöße

Es soll außerdem zur Behinderung der Aufklärungsarbeit durch mehrere Funktionsträger im Verein gekommen sein, laut dem Artikel. Die Berliner Kanzlei kommt demnach zu dem Ergebnis, dass eine unabhängige Aufarbeitung der Geschehnisse „nicht gewährleistet“ gewesen sei.

Bereits am Mittwochabend hatte Stefan Brink, der Landesbeauftragte für Datenschutz, mitgeteilt, dass gegen den VfB Stuttgart ein Bußgeldverfahren eröffnet werde. Auch er kam zur Erkenntnis, dass „die Datenschutzverstöße erheblich“ seien. Am Donnerstagabend hatte Präsident Claus Vogt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da „der Verdacht eines Geheimnisverrats“ bestehe.