Nach Unentschieden gegen Schalke
VfB Stuttgart in der Relegation. Zieler: "Wir sind selbst schuld"
Vonecho24.de Redaktionschließen
Der VfB spielt auf Schalke 0:0. Das interessiert aber schon direkt nach dem Spiel niemanden mehr. Der Fokus liegt jetzt auf der Relegation.
Von Dennis Bayer
Schalke ist gerettet, der VfB muss in die Relegation. Das war schon vor dem Spiel klar. Somit wusste im Vorfeld auch keiner wie er dieses Spiel nehmen sollte: Ist es wichtiger, zu gewinnen um Selbstvertrauen aufzubauen oder Spieler zu schonen? Nach dem Spiel war klar: Es war letzteres.
Trainer Nico Willig schonte unter anderem Ozan Kabak, Anastasios Donis (Bank) und Marc-Oliver Kempf (nicht im Kader). Trotzdem fand der VfB deutlich besser ins Spiel als Schalke. Die erste halbe Stunde gehörte klar den Stuttgartern. Nach 16 Minuten fiel dann auch das einzige Tor des Tages: Schalke-Keeper Alexander Nübel parierte einen Kopfball von Dennis Aogo, Mario Gomez stand bereit und konnte einschieben. Der Jubel hielt aber nicht lange. Gomez stand zuvor im Abseits, der Treffer zählte zurecht nicht.
VfB Stuttgart: Zieler rettet zwei mal gegen Schalke
Gegen Ende der ersten Halbzeit lies sich der VfB aber einlullen und Schalke immer besser ins Spiel kommen. Zwei Mal musste Torwart Ron-Robert Zieler gegen Schalke-Stürmer Guido Burgstaller retten (32. / 43.) In der zweiten Halbzeit passierte so gut wie nichts mehr. Das Spiel war ähnlich spannend, wie Farbe beim Trocknen zuzuschauen.
Aber das Spiel interessierte nach Abpfiff sowieso niemanden mehr. "Man hat heute gemerkt, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr geht. Wir haben das souverän über die Bühne gebracht, aber wir wissen dass wir jetzt 2 komplett andere Spiele erwarten können", brachte VfB-Torwart Ron-Robert Zieler die Situation auf den Punkt.
VfB Stuttgart steht vor der Relegation: "Wird deutlich intensiver", sagt Zieler
Oder anders gesagt: Der Gähn-Gipfel gegen Schalke war die Ruhe vor dem Relegations-Sturm. "Wir wissen um was es geht. Es sind für den Verein die zwei wichtigsten Spiele, sagt Zieler. "Das wird Donnerstag und nächsten Montag deutlich intensiver als heute", war sich auch Kapitän Christian Gentner sicher.
Doch worauf wird es für den VfB in den beiden wichtigen Relegationsspielen gegen Paderborn oder Union Berlin besonders ankommen? Zieler: "Mentalität, Durchschlagskraft. Die Mannschaft muss bereit sein - von der ersten Minute an." Trainer Nico Willig sah das auf der Pressekonferenz ähnlich: "Intensität, Dynamik, Durchsetzungsfähigkeit, Effizienz. Das sind Punkte die wir bis zur Relegation wesentlich steigern müssen." Kapitän Christian Gentner fügte an "dass wir aus dem Heimspiel mit einem Sieg rausgehen. Dass wir die Leute im Stadion begeistern können und eine Stimmung herrscht, die uns tragen kann".
Die Relegation des VfB Stuttgart. Das sagt Zieler: "Wir sind selbst schuld"
Der große Druck dürfte dabei auf dem VfB lasten. Ein Rucksack, den der VfB tragen muss, aber auch tragen kann, da war sich Keeper Zieler sicher: "Natürlich kann der ein oder andere ein bisschen nervös sein, das wird auf der anderen Seite auch so sein. Wir müssen mit dem Druck umgehen. Wir haben uns das selbst eingebrockt und müssen da jetzt durch. Wir sind selbst schuld."

