Bei Mails, Nachrichten und Co.
Neue Funktionen durch „Apple Intelligence“: Was die KI auf dem iPhone alles kann
- VonMilea Erzingerschließen
Apple-Nutzer können sich auf eine große KI-Neuheit bei Apple freuen. Auf der diesjährigen „WWDC“ präsentierte Apple sein Vorhaben. Was die KI „Apple Intelligence“ kann.
In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend zum festen Bestandteil vieler Branchen und privater Haushalte wird, kündigt nun auch der Technologiegigant Apple in diesem Bereich eine bedeutende Entwicklung an. Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz „WWDC 24“ stellte das Unternehmen aus Cupertino stolz seine neueste Innovation vor: „Apple Intelligence“.
Die KI soll in die Betriebssysteme von iPhone, iPad und Mac fest integriert werden. Apple verspricht, sämtliche Informationen auf den Geräten zu nutzen, um personalisierte Erlebnisse zu schaffen – und das unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes.
„Apple Intelligence“: So will Apple KI auf dem iPhone integrieren
Die neue Apple-KI soll sämtliche Informationen auf den Apple-Geräten nutzen können, um so für jede Person persönliche und personalisierbare Ergebnisse schaffen zu können. „Die geräteinterne Verarbeitung nutzt eure personenbezogenen Daten, ohne dass diese erhoben werden“, erklärt Apple den Hauptfokus in seiner KI: Den Datenschutz.
Bei der von Apple genutzten KI soll der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund stehen. Daher werden die Daten größtenteils direkt auf dem Gerät verarbeitet, um diese Sicherheit gewährleisten zu können. Nur bei anspruchsvolleren Aufgaben soll eine Private Cloud zum Einsatz kommen.
„Apple Intelligence“: So sollen iPhone-Besitzer künftig die KI nutzen können
„Vielfältigkeit“ steht laut dem Unternehmen im Mittelpunkt von „Apple Intelligence“. Von der Textbearbeitung bis hin zur automatischen Erstellung von Geschichten aus Fotos und Videos bietet die Plattform eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Bei der Entwicklerkonferenz „WWDC“ präsentierte Software-Chef Craig Federighi ein anschauliches Beispiel: Wenn ein Arbeitstermin verschoben wird, möchte er wissen, ob er es noch rechtzeitig zur Theateraufführung seiner Tochter schaffen kann.
Um diese Frage zu beantworten, muss die Software verschiedene Informationen zusammenführen: den neuen Termin, den Ort der Aufführung und die Verkehrslage, um die Fahrzeit zu berechnen.
Diese Daten sind normalerweise über verschiedene Apps verstreut, wie Kalender, Kurznachrichten, E-Mails und Karten. Mit Apples KI-Modell könnte das iPhone jedoch systemübergreifend auf diese Informationen zugreifen und sie korrekt interpretieren.
Siri soll „persönlicher“ werden: Neue KI-Funktionen bei Apple geplant
Auch die Weiterentwicklung von Siri spielte eine große Rolle auf der „WWDC“. Ziel ist es zu ermöglichen, dass Siri natürliche Gespräche mit ihrem Nutzer führen kann und den Zugriff auf Apps vereinfacht. Apple betont, dass Siri mit KI „natürlicher, relevanter und persönlicher“ wird. Auch das Schreiben mit Siri soll Nutzern in Zukunft möglich sein. „Und das ist erst Anfang. Siri wird mit der Zeit immer mehr können“, heißt es auf der WWDC 24.
„Apple Intelligence“ soll sogar Mails zusammenfassen und Nachrichten priorisieren können
Durch KI soll auch die Mail-App in der Vorschau nicht mehr nur die ersten Zeilen anzeigen, sondern eine kurze Zusammenfassung bieten. Apple Intelligence soll den Inhalt von E-Mails und Nachrichten verstehen und einschätzen können, ob eine Mail wichtig ist und entsprechend priorisiert werden sollte.
„ChatGPT“ bei Apple: Haupt- oder Nebenrolle?
Obwohl vor der „WWDC“ viel über die Integration von C“hatGPT“ in Apples KI-System spekuliert wurde, scheint der Chatbot vorerst eine untergeordnete Rolle zu spielen. Laut Berichten könnten Apple-Kunden zwar Zugang zu „ChatGPT“ erhalten, jedoch soll Siri jedes Mal um Erlaubnis fragen, bevor eine Anfrage an ChatGPT weitergeleitet wird. Wie oft das der Fall sein wird, ist noch unklar.
Apple zeigt sich jedoch offen für die Zukunft und hält es für gut möglich, dass Nutzer langfristig auf verschiedene spezialisierte KI-Modelle zugreifen können.
„Apple Intelligence“ ab iPhone 15 Pro: Weitere Entwicklung geplant
Im Herbst bringt Apple seine KI zusammen mit den neuen Betriebssystemen iOS 18, iPadOS 18 und macOS Sequoia auf den Markt. Die Funktionen werden anfangs nur auf bestimmten Geräten verfügbar sein, die mit leistungsstarken Apple-Chips wie dem M1 oder neueren ausgestattet sind. Laut Angaben auf der Veranstaltung werden die neuen Features ab dem iPhone Modell 15 Pro nutzbar sein.
Was feststeht ist, dass die Plattform stetig weiterentwickelt wird, wobei laufend neue Funktionen hinzugefügt werden, um den Nutzern ein noch intelligenteres und personalisierteres Erlebnis zu bieten. Durch die Integration von KI in den Alltag plant Apple, die Art und Weise, wie Menschen mit Technologie interagieren, grundlegend zu verändern. Wie künstliche Intelligenz im Supermarkt funktioniert, berichtet Echo24.de.
Rubriklistenbild: © Jeff Chiu
