Verbände fordern

Bald höhere Preise für Alkohol im Supermarkt? Verbraucher zeigen sich entsetzt

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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In Supermärkten und Discountern könnte es bald eine Veränderung geben. Denn: Gleich fünf Verbände fordern höhere Preise beim Alkohol.

Ein Bierchen zum EM-Spiel oder ein Glas Wein im Feierabend? In Deutschland gilt Alkohol als die Volksdroge schlechthin – und das, obwohl sich viele Verbraucher der Gefahren und Gesundheitsrisiken durchaus bewusst sind. Nicht selten landen deshalb die verlockenden Angebote von reduzierten Sommermischgetränken, Bierkästen und Spirituosen im Einkaufswagen. Doch damit könnte bald Schluss sein. Der Preis für Alkohol aus dem Supermarkt könnte bald steigen.

Alkohol im Supermarkt bald teurer? Was die Verbände fordern

Für eine „Regulierung der Verkaufspreise“ haben sich zuletzt gleich fünf Verbände ausgesprochen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), die Bundesärztekammer (BÄK), die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und die DG-Sucht erklären in einem gemeinsamen Positionspapier: „Zentrale Forderungen sind eine spürbare Anhebung der Alkoholpreise, die Einschränkung der Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Regulierung von Alkohol-Werbung und -Sponsoring.“

Ihr Appell richtet sich demnach an die deutsche Politik. Laut den Verbänden ist diese nun in der Pflicht, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefahr durch Alkohol einzudämmen. Schließlich handelt es sich bei Alkohol um ein gefährliches Nervengift. Doch auch andere Stoffe in beliebten, alkoholischen Getränken können durchaus gesundheitsschädlich sein. Aperol Spritz zum Beispiel gilt Medienberichten zufolge als krebserregend. echo24.de erklärt, was es damit auf sich hat.

Preis für Wein, Bier und Co. soll steigen: Verbraucher zeigen sich entsetzt

Auch die Tagesschau hat diese Forderung bereits in einem Post auf ihrer Instagram-Seite aufgegriffen. Die Reaktionen der Kommentatoren fallen dort polarisierend aus – viele von ihnen zeigen sich empört. User schreiben zum Beispiel: „Alkoholprobleme werden durch höhere Besteuerung sicherlich nicht weniger, sondern für die, die sie haben, schwieriger und sorgen für mehr andere Probleme.“ oder aber: „Man merkt es … Der Staat braucht Geld“. Ei weiterer User fordert zudem bereits die „Bierpreisbremse!!!“.

Andere Kommentatoren wiederum relativieren die Maßnahme: „Alkohol Volksdroge Nummer 1 und leider viel zu sehr normalisiert. Hier ist man komisch, wenn man nix trinkt“, ein weiterer erinnert: „bei [der] Cannabis Legalisierung schreien alle auf, aber wenn die Einsteiger-Droge schlechthin bisschen teurer werden soll, gibts Tränen“

Rubriklistenbild: © IMAGO / Collage echo24.de

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