Mit App und Kameras
Rewe, Edeka und Co: Revolutionäres KI-Konzept für den Einkauf der Zukunft
VonMichaela Ebertschließen
Nerviges Einkaufen adé: In Heilbronn wurde im Juli ein Konzept vorgestellt, das das Einkaufen bei Rewe, Edeka und Co. revolutionieren könnte – alles dank Künstlicher Intelligenz.
Lange Schlangen an Supermarkt-Kassen können wirklich nervig sein – vor allem dann, wenn aufgrund von Personalmangel keine weitere Kasse geschlossen bleiben. Doch dieses Problem könnte schon bald der Vergangenheit angehören – und Künstliche Intelligenz (KI) soll helfen.
Ein vielversprechendes Konzept wurde dafür bereits im Juli auf den Retail Innovation Days 2023, einem Bildungsevent der DHBW Heilbronn, vorgestellt. In den sogenannten „Smart-Stores“ sollen Kunden an sieben Tagen die Woche, 24 Stunden am Tag einkaufen können. Ganz ohne Personal. Die Revolution des Einkaufens?
„shop.box“ und „collect.box“: Zwei Smart-Stores bereits in Heilbronn
Bisher jedenfalls stößt das KI-Konzept bei vielen Händlern noch auf Zurückhaltung. Zudem bietet sich daser Service eher nur für kleinere Läden mit bis zu 700 Artikeln an. Einige Stores gibt es aber schon, wie zum Beispiel die „shop.box“ und die „collect.box“ auf dem Bildungscampus in Heilbronn.
Auch Edeka hat bereits einen Test-Store mit dem Namen „E24/7“ in Offenburg errichtet. Und der stößt mit 1300 Besuchern pro Woche bei den Kunden auf große Beliebtheit, wie „Chip.de“ berichtet. Doch wie funktioniert ein Einkauf dort überhaupt?
Einkauf-Revolution dank KI: Kunden benötigen App und zahlen bargeldlos
Smart-Stores funktionieren ganz ohne Personal. Kunden können sich dort „automatisiert selbst bedienen“ – weshalb sie auch als „Automated Self-Service“ bekannt sind. Statt mit Bargeld wird ausschließlich digital bezahlt. Alles, was Kunden dafür brauchen, ist ein Smartphone.
Vor dem Einkauf scannt der Kunde dann einen QR-Code mit diesem ab, um sich „anzumelden“. Während des Einkaufs tracken Kameras die entnommene Ware. Diese „merken sich nur, was du einpackst. Keine merkt sich dein Gesicht“, wie beispielsweise Rewe auf seiner Website schreibt. Biometrische Daten sollten also nicht gespeichert werden. Die Supermarkt-KI erkennt, wann ein Kunde den Laden verlassen möchte, öffnet diesem die Tür. Den zu zahlenden Betrag bucht die KI automatisch von Konto des Kunden ab.
Bisher gibt es in Deutschland circa 80 der „Smart-Stores“ – die Tendenz ist steigend. Besonders im ländlichen Raum, den große Supermarkt-Ketten häufig meiden, scheint das Konzept eine langfristige Lösung vieler Probleme darzustellen.
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