Auf dem Balkon und im Garten
Frost droht: Pflanzen im Frühling vor Kälte schützen – mit diesen Tipps
- VonSophia Lavcanskischließen
Der Frühling ist da und die Hochsaison für viele Hobbygärtner beginnt. Damit Pflanzen jedoch nicht dem Frost zum Opfer fallen, gibt es einiges zu beachten.
Anfang April hat es bereits Temperaturen von bis zu 30 Grad gegeben. So mancher Hobbygärtner könnte sich bereits seiner Leidenschaft hingegeben und im Garten oder auch auf dem Balkon allerlei Pflanzen eingepflanzt, von drinnen nach draußen gebracht oder gestutzt haben. Doch Achtung: Auch wenn der Frühling bereits „Wärme ohne Ende“ bietet, dauert es noch etwas, bis der Sommer ausbricht. Erst Mitte Mai stehen die Eisheiligen bevor – Frosttage sind weiterhin zu erwarten.
Der „Deutsche Wetterdienst“ erwartet in einigen Regionen Deutschlands Mitte April „leichten Frost“ und „gebietsweise Frost in Bodennähe“. Das kann für kälteempfindliche Pflanzen und vor allem junge Pflanzen das Ende bedeuten. Doch die Pflanzen müssen nicht ihrem Schicksal überlassen werden: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Pflanzen im Garten und auf dem Balkon vor der Kälte zu schützen.
Frost im Frühling birgt Gefahr für viele Pflanzen im Garten und auf dem Balkon
Dass Frost den im Frühling gepflanzten Pflanzen zur Gefahr werden kann, liegt laut „gartenberatung.de“ daran, dass bei Minustemperaturen der Pflanzensaft in den Zellen gefriert, sich ausdehnt und somit Zellwände zerstört. Dieses Gewebe kann sich nicht mehr regenerieren. Infolgedessen werden Blätter, Stängel und Knospen der Pflanzen welk, braun und matschig.
Viele Pflanzenarten trifft der Frost sehr hart. Dazu zählen laut „t-online“ zum einen Nutzpflanzen wie Apfel-, Kirsch- und Birnbäume, aber auch Weinreben und Gemüsepflanzen wie Tomaten und Gurken. Auch Pflanzen, die eher wärmere Gefilde gewöhnt und exotisch sind, leiden sehr unter der Kälte.
Frost-Gefahr im Frühling – mit diesem Tipps bleiben Pflanzen in der Nacht gut geschützt
Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass die Kälte den Pflanzen schadet, empfiehlt es sich, Topf- und Kübelpflanzen in die Wohnung zu holen und Frühlingspflanzen erst nach den Eisheiligen, die vom 12. bis 15. Mai gehen, zu sähen. Ist es dafür schon zu spät oder die Pflanze schon seit einigen Jahren im Garten, sollten sie nicht nur in den Wintermonaten, sondern bis zu den Eisheiligen entsprechend vor Kälte geschützt werden.
Laut „Gartenflora.de“ würde bei kalten Nächten eine doppelte Lage Vlies über dem Beet helfen, das am besten locker darüber gelegt wird. Sollte das Vlies etwas länger liegen bleiben, ist das kein Problem – die Pflanzen haben dann noch ausreichend Platz zum Wachsen.
Bei einigen Pflanzen wie Kohl, Salat und Co. kann die isolierende Abdeckung sogar das Wachstum beschleunigen. Auch einzelne Abdeckhauben aus transparentem Kunststoff sind eine Lösung, um Pflanzen vor Frost zu schützen. Hierbei sollte jedoch dringend darauf geachtet werden, dass die Hauben nicht zu klein sind und somit das Wachstum der Pflanzen hemmen.
Frost droht auch noch im April, Mai und Juni: Der Kälte entgegenwirken – so gelingt es
Vor allem „Warmhausgemüse“ wie Gurken, Tomaten oder Paprika sollte vor Frost gut geschützt werden. Denn: Bei diesen Pflanzen muss die Keimtemperatur tagsüber sowie nachts eingehalten werden. Um diese gut zu schützen, empfiehlt es sich laut „t-online“, die Pflanzen vorerst in ein Gewächshaus zu setzen, ehe sie in einem Gemüsebeet landen. Idealerweise sogar in ein beheiztes Gewächshaus.
Doch nicht jeder hat den Platz und die Möglichkeiten, ein kleines Gewächshaus aufzustellen. Ein Blick auf die Erde kann helfen: Beim Schutz vor Kälte kommt es besonders auch den richtigen Boden und dessen Temperatur an. Befindet sich auf der Erde, aus der die Pflanzen wachsen, viel Mulch und Bewuchs, sollte das entfernt werden. Dadurch kann die Strahlungswärme des Bodens an die Blüten gelangen und einige retten. Zusätzlich können auch Stroh oder Bastmatten dabei helfen, den Boden etwas vor der Kälte zu isolieren. Kübelpflanzen sollten ebenfalls auf Isolier- oder Bastmatten gestellt werden.
Vorsicht beim Schneiden von Pflanzen – Frostschaden bei Rosen, Ziersträuchern und Co. verhindern
Einige Pflanzen können auch anders vor Frostschäden geschützt werden. Dabei kommt es auf den Rückschnitt an. Wer Pflanzen wie Rosen oder Ziersträucher in Form oder zurückschneiden will, sollte sich dabei laut „gartenflora.de“ mindestens bis Mitte April gedulden, „andernfalls kann es leicht passieren, dass Sie nach dem Winter tiefer zurückschneiden müssen, als es ursprünglich geplant war.“
So ähnlich sei es auch bei Stauden, deren Triebe im Herbst absterben. Werden sie bereits im Herbst geschnitten, wird der Prozess, bei dem Nährstoffe in unterirdische Überdauerungsorgane eingelagert werden, gestört. Dadurch werden die Pflanzen viel kälteempfindlicher. Besser sei es, mit dem Zurückschneiden bis in den Frühling, wenn die kalten Nächte vorbei sind, zu warten.
Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa