Vorsicht vor Diebstahl
„Gauner-Zinken“ – Polizei warnt vor neuen Geheimcodes der Einbrecher
- VonSophia Lavcanskischließen
Diebe und Einbrecher kommunizieren oft durch geheime Symbole – sogenannte Gaunerzinken – miteinander. Doch nun sollen vermehrt neue Taktiken eingesetzt worden sein.
Damit Diebe geheim miteinander kommunizieren können, gibt es schon seit Jahrhunderten den Gaunerzinken, auch Gaunerhaken oder Gaunerzeichen genannt. Dabei handelt es sich um grafische Symbole, die von Einbrechern, meist mit Kreide auf Häuser gemalt werden und unterschiedliche Bedeutungen haben. Nun warnt die Polizei Essen laut „Bild“ vor der neuen Version Gaunerzinken: Stöcke, Blätter und Steine.
Stöckchen, Steine und Co.: Die neue Version der Gaunerzinken
In den Mülheimer Stadtteilen Menden-Holthausen und Speldorf wurden von der Polizei mehrfach neuartige Markierungen gefunden. Sie lassen tatsächlich darauf schließen, dass dahinter eine kriminelle Organisation steckt, die versucht, mögliche Einbruchsziele möglichst unauffällig markieren.
Bei den gefundenen „Gaunerzinken“ handelt es sich tatsächlich nur um simple Gegenstände wie Zahnstocher, Stöckchen oder Blätter von Bäumen. Diese wurden laut „Bild“ jedoch in die Rollläden und Fensterläden gesteckt, genauso zwischen die Zarge und die Eingangstür geklemmt. Sogar in Papier gewickelte Steine wurden vor oder neben Haustüren gelegt. All diese Methoden sollen Dieben wohl lediglich dazu dienen, den perfekten Einbruch zu planen.
Nach Ermittlungen: Polizei Essen erklärt Sinn hinter den Markierungen
Die Polizei erklärt, dass diese Gegenstände bei längerem Liegenbleiben darauf hindeuten könnten, dass jemand im Urlaub ist. Gerade für Einbrecher bedeutet das dann freie Bahn. Wie „Bild“ berichtet, hätten die Ermittlungen in bereits zwei Fällen nach Wohnungseinbruchsdiebstählen in Menden-Holthausen (am 18. und am 21. Juli) mit dem „neuen Gaunerzinken“ in Verbindung gestanden.
Damit jeder in Sicherheit leben kann, lohnt es sich auch die Bedeutung der traditionellen Gaunerzinken zu kennen und zu wissen, bei welchen Gaunerzinken wirklich Gefahr droht.
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