Vorsicht vor diesen Zeichen

Geheimcodes an Hauswänden: Wie Bewohner Gaunerzinken erkennen

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Die Polizei warnt vor Einbrüchen in der dunklen Jahreszeit. Oft kündigen sich die Täter mit geheimen Zeichen an. Kennt man die Gaunerzinken, können sich Hausbewohner schützen.

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger – und gerade jetzt, wenn es bereits früh dunkel und spät hell wird, nutzen Diebe und Einbrecher die „Gunst“ der Stunde und schlagen zu. Die Polizei spricht deshalb bereits Warnungen aus und gibt Tipps, wie das eigene Heim geschützt werden kann. Doch oftmals gibt es schon Tagen oder Wochen vor dem eigentlichen Einbruch Anzeichen, dass Diebe das Haus auskundschaften. Bewohner sollten deshalb die sogenannten Gaunerzinken kennen.

Was sind Gaunerzinken?

Der Gaunerhaken, auch Gaunerzinken oder einfach Gaunerzeichen genannt, ist ein grafisches Symbol. Der Ursprung der Gaunerzinken geht sogar bis ins Mittelalter zurück, wie „DA-direkt“ erklärt. Der Gaunerzinken soll ein Geheimcode gewesen sein, mit dem sich die Menschen schon vor Jahrhunderten verständigt haben. Allerdings nicht alle, sondern vor allem jene, die am Rande der Gesellschaft lebten.

Gaunerzinken: Geheime Symbole für Einbrecher, Diebe und Co.

In der Vergangenheit wurde das Gaunerzeichen vor allem von bestimmten Personengruppen benutzt:

  • Diebe
  • Gauner
  • Blettler
  • Hausierer

Mit Kohle oder Kreide zeichneten sie die Zeichen auf Wände oder ritzten sie in Mauern. Die Zeichen werden auch heute noch von Einbrechern genutzt und können für die Betroffenen ein Warnhinweis sein. Inzwischen gibt es auch neue Gaunerzinken und Methoden.

Typische Stellen, an denen Gaunerzinken am Haus angebracht werden, sind:

  • An der Fassade sowie an der Haus-, Wohnungs- oder Terrassentür
  • Am Fenster
  • Am Briefkasten
  • Auf dem Gehweg vor dem Haus
  • Am Gartentor oder Gartenzaun
  • An der Garage
  • Im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses
  • Manchmal sogar auf der Fußmatte

Einbrecher kommunizieren mit Zeichen und Symbolen: „Hier kann eingebrochen werden“

Das Zeichen enthält immer kleine Botschaften und Nachrichten, die aber nur Gleichgesinnte verstehen: Zum Beispiel Hinweise auf Personen, Gefahren, geplante Straftaten oder bei wem es sich lohnt zu betteln. Die „Gaunersprache“ soll international verständlich sein. Nicht nur im Mittelalter, auch heute noch sollen sich Einbrecher der Gaunersprache bedienen, etwa um zu markieren, wo sich ein Einbruch lohnt, oder um mitzuteilen, wann ein potenzielles Opfer sein Haus verlässt.

Einige Geheimcodes der Einbrecher, die allgemein bekannt sind. Bei diesen Zeichen sollten Betroffene lieber vorsichtig sein.

Geheimcodes im Alltag: Das sind Zeichen und Symbole für Einbrecher am Haus

Manchmal begegnen uns Codes und Symbole im Alltag ganz unbewusst oder sie werden schlicht übersehen. Manchmal werden sie aber auch entdeckt. Bei Symbolen am Haus oder in der Wohnung sollte man entsprechend vorsichtig sein und die Nachbarn informieren, ein besonders wachsames Auge haben oder sich mit Tricks und Vorsichtsmaßnahmen vor möglichen Einbrüchen schützen.

Geheime Sprache, Abkommen und Symbole, gibt es somit nicht nur in spannenden Filmen, sondern sie sind tatsächlich auch im menschlichen Alltag vertreten. Doch nicht nur Banditen kommunizieren untereinander, auch Polizisten verwenden manchmal eine geheime Sprache und Zeichen. Diese geheimen Abkommen teilt die Polizei jedoch nicht in der Öffentlichkeit, sonst wären sie schließlich nicht mehr geheim.

Auch in Heilbronn und Stuttgart werden immer wieder sonderbare Symbole an Häuser-Fassaden entdeckt. Anwohner in diesen Gegenden sollten somit besonders vorsichtig sein. Auch an Bäumen finden sich Geheimcodes, doch diese haben eine ganz andere Bedeutung, als die Gaunerzinken an Haus und Garten. Weitere mysteriöse Geheimcodes mit Bedeutung, sind auf Amazon-Paketen, auch hinter diesen steckt eine Botschaft.

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