Mehr Geld im Ruhestand
Rente aufbessern: So funktionieren freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Versicherung
VonJulia Cuprakowaschließen
Wer seine Renten erhöhen will, kann freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Doch für wen lohnt sich das?
Viele Bundesbürger wünschen sich im Alter eine höhere Rente. Der Grund: Die meisten Rentner müssen im Alter mit sehr wenig Geld auskommen. Besonders betroffen sind Frauen. Sie erhalten mehrere hundert Euro weniger Rente als Männer, wie echo24.de berichtet. Doch wie kann man in Deutschland eine höhere oder überhaupt eine Rente bekommen? Eine Möglichkeit sind freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Ob sich die freiwilligen Beiträge lohnen, verrät echo24.de.
Höhere Rente durch freiwillige Beiträge – lohnt sich das?
Freiwillige Rentenbeiträge sind zusätzliche Beträge, die in die deutsche Rentenversicherung für Zeiten eingezahlt werden können, in denen man nicht pflichtversichert war und somit keine Beiträge gezahlt hat. Dies sind zum Beispiel Ausbildungszeiten oder Kindererziehungszeiten. Auch Übergangszeiten wie nach dem Abitur können nachgemeldet und nachgezahlt werden.
Wer freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann damit nicht nur seine spätere Rente erhöhen, sondern auch einen eigenen Rentenanspruch erwerben. Das lohnt sich zum Beispiel für Personen, die bereits Pflichtbeiträge für die Erziehung eines Kindes erhalten haben. Noch mehr kann man herausholen, wenn man vor dem 45. Geburtstag zusätzlich Beiträge für Ausbildungszeiten zahlt.
Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung: Das sind die Voraussetzungen
Die Höhe der freiwilligen Beiträge ist jedem selbst überlassen. Es gibt jedoch einen monatlichen Mindestbeitrag für freiwillige Beiträge. Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilt, sind die monatlichen Beiträge zum 1. Januar 2024 von 96,72 Euro auf 100,07 Euro gestiegen. Der Höchstbeitrag wurde von 1.357,80 Euro auf 1.404,30 Euro pro Monat angehoben. Höhere Rente durch freiwillige Beiträge hört sich also gar nicht einmal so schlecht an. Kann man als Pflichtversicherter zusätzlich freiwillig in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen?
Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung alle Personen zahlen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, mindestens 16 Jahre alt sind und nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Die Zahlung freiwilliger Beiträge ist unter den genannten Voraussetzungen auch für Deutsche mit Wohnsitz im Ausland möglich. Ausgeschlossen von der freiwilligen Versicherung sind Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und eine volle Altersrente beziehen. Fazit: Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können sich durchaus lohnen. Denn dadurch erhöht sich die spätere Rente oder es besteht überhaupt ein Anspruch auf Rentenleistungen im Alter.
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