Fünf Vertriebsregionen sollen kommen
Galeria Kaufhof eröffnet das Insolvenzverfahren – das plant der Konzern
VonDominik Jahnschließen
Galeria Kaufhof geht nach der Pleite denn nächsten Schritt und startet das Insolvenzverfahren. Die Verantwortlichen äußern sich zu Schließungen und den Planungen für die Zukunft.
Für Ende Januar war eine Entscheidung für die Standorte von Galeria Kaufhof angekündigt. Doch die Zukunft ist weiter offen. Zuletzt wurde lediglich bekannt, wie gering die Abfindung für Mitarbeiter ausfällt, die ihren Job verlieren werden. Und am Mittwoch (1. Februar) gab es eine weitere Mitteilung des Konzerns: Das Insolvenzverfahren wird eröffnet.
Die Verantwortlichen sehen in diesem Schritt eine „wichtige Hürde“, die genommen wurde, um die Zukunft von Galeria Kaufhof weiter gestalten zu können. Erst vor wenigen Tagen wurde in einem Bericht anhand einer Studie und einigen Insider-Aussagen aufgezeigt, welche Filialen geschlossen werden könnten und welche eine Chance hätten. Doch was sagt das Unternehmen jetzt nach dem Insolvenz-Beschluss?
Welche Standorte schließen? Kaufhof nennt keine konkreten Filialen
Für die Mitarbeiter gibt es nur wenig neue Informationen. In der Mitteilung heißt es lediglich: „Im Zuge der Sanierung wird Galeria auch das Filialnetz neu aufstellen. Dazu verhandelt das Unternehmen aktuell mit Vermietern.“ Und die Aussagen bleiben sehr vage. Es hänge viel von den Zugeständnissen der Vermieter ab, „welche konkreten Filialen geschlossen, fortgeführt oder eventuell an einen Erwerber übertragen werden können“.
| Unternehmen: | Galeria Kaufhof |
|---|---|
| CEO: | Miguel Müllenbach |
| Gründung: | 1879, Stralsund |
| Gründer:\t | Leonhard Tietz |
Was etwas deutlicher wird, sind die Planungen für die Standorte und Filialen, die am Ende erhalten bleiben. Schon in der Vergangenheit hatte sich der Konzern gegenüber echo24.de zu seinem Konzept Galeria 2.0 geäußert. Drei Typen von Filialen soll es damit geben. Eine Kategorie könnte zum Beispiel auf einen Standort wie Heilbronn passen. Diese Kaufhof-Filiale könnte ohnehin von einer speziellen Standort-Liste profitieren.
So plant Galeria Kaufhof seine Filialen in der Zukunft
Galeria Kaufhof erklärt seine Pläne für die Zukunft des Unternehmens damit, dass man „eine führende Position in den wichtigen Segmenten Bekleidung, Beauty und Home“ anstrebe. Weiter heißt es: „Die Filialen werden in fünf Vertriebsregionen unterteilt. Diese erhalten mehr Eigenständigkeit in Bezug auf Prozesse, Abläufe, Sortimente, Personalplanung und -führung. Die Strukturen sollen effizienter mit den Abläufen der Zentrale, dem sogenannten Service Center, verzahnt sein“.
Dazu sollen die neu konzipierten Warenhäuser, mithilfe „eines attraktiven Gastronomie-Angebots zum lokalen Treffpunkt in der Innenstadt“ werden. Sachwalter Dr. Frank Kebekus zeigt sich der Mitteilung des Konzerns zufolge durchaus positiv mit der Entwicklung: „Galeria hat ein tragfähiges Konzept vorgelegt, das die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt. Es bestehen daher nach meiner Einschätzung sehr gute Chancen, dass auch die Gläubigerversammlung, die voraussichtlich Ende März stattfinden wird, dem Plan zustimmen wird und dass sich Galeria so zukunftsfähig aufstellen kann.“
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