„Unmöglich“
Zu alter Pfandbon? Lidl-Kassiererin will Zettel nicht annehmen – Discounter reagiert
- VonCharlotte Götzschließen
Eine Lidl-Kundin macht auf Facebook ihrem Ärger Luft. Bei der Rückgabe eines älteren Pfandbons wird sie von der Kassiererin abgewiesen. Angeblich sei dieser Bon nicht mehr gültig. So reagiert Lidl auf das Feedback.
Egal ob bei Kaufland, Lidl oder anderen Supermärkten und Discountern: Beim Einkaufen gibt es permanent interessante Situationen zu beobachten. Ob dabei Strafzettel auf dem Parkplatz verteilt werden oder es Pannen an der Kasse gibt – langweilig wird es beim Lebensmittel-Shopping selten.
Auch im Online-Bereich und auf Social-Media sorgen Kunden der Discounter-Giganten immer wieder für Aufregung. Vor allem lassen sie sich dort über Ärgernisse und Probleme aus und beschweren sich über unangenehme Vorfälle oder die Preispolitik. Eine Lidl-Kundin hat sich nun auf Facebook über ein Pfandbon-Problem in einer Filiale beschwert.
Lidl-Kundin beschwert sich auf Facebook über ungültigen Pfandbon
Auf der offiziellen Facebook-Seite von Lidl Deutschland macht sie ihrem Ärger Luft. „Hallo liebes Lidl-Team, ich bin leider etwas enttäuscht von eurem Service. Gestern im Lidl (...) wollte ich meinen älteren Pfandbon von 6,50 Euro einlösen, da man ihn ja nur in der selben Filiale einlösen kann.“ Die Kundin findet diese Tatsache alleine „nicht kundenfreundlich“, wie sie weiter schreibt.
Bei der Vorlage des Pfandbons hätte die Kassiererin behauptet, dieser Bon sei nicht mehr gültig. Nach Angaben der Kundin belaufe sich das Druckdatum auf Oktober letzten Jahres. Weiter schreibt sie: „In dieser schweren Zeit besonders der Lebensmittelkosten finde ich das unmöglich. Dann werde ich wohl demnächst zu einem anderen Anbieter wechseln, die etwas kulanter sind. Mfg.“
So reagiert Lidl auf das Facebook-Feedback: Pfandbons können zeitlich unbegrenzt eingelöst werden
Das Social-Media-Team des Discounter-Riesen der Schwarz-Gruppe bezieht postwendend Stellung zum Facebook-Post der Kundin. Lidl Deutschland bedankt sich für das Kundenfeedback und äußert sich wie folgt: „Selbstverständlich kann der Pfandbon in der angegebenen Filiale, zeitlich unbegrenzt, eingelöst werden. Der Strichcode auf dem Bon muss lediglich gut lesbar sein.“ Zudem könne der Code manuell von der Kollegin an der Kasse eingegeben werden.
Alles in allem eine faire und klare Antwort. Nun bleibt die Frage offen, ob die Kassiererin an der Lidl-Kasse schlichtweg unmotiviert und unfreundlich war? Passend zum neuesten Beschwerde-Ranking, veröffentlicht von „Reklamation24“, wäre diese Annahme zumindest nicht weit hergeholt. Im Ranking teilen sich Lidl und Netto das Siegertreppchen der unfreundlichsten Mitarbeiter, wie echo24.de berichtet. Möglich wäre aber auch, dass beide Codes auf dem Bon nicht mehr lesbar waren. Darüber kann nur gemutmaßt werden.
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