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Lidl startet Lebensmittelverkauf über TikTok: Was dahinter steckt
VonAdrian Kilbschließen
Lidl bestreitet neue Verkaufswege und verkauft Lebensmittel in Großbritannien auf TikTok. Das Angebot ist zunächst beschränkt, könnte aber bald ausgebaut werden.
Lidl setzt aktuell auf einige Innovationen. Beispielsweise baut Lidl einen Pub in eine Filiale in Nordirland: Mit dieser Nachricht sorgte der Discounter kürzlich für Aufsehen. Jetzt setzt der Konzern aus dem Landkreis Heilbronn den nächsten Meilenstein in, indem er in Großbritannien Lebensmittel über die Online-Plattform TikTok verkauft.
Das Angebot gilt zunächst nur in Großbritannien für proteinreiche Produkte, die auf der Insel sehr beliebt seien, berichtet die Lebensmittelzeitung. „Jede Minute werden in unseren Filialen mehr als 150 eiweißreiche Produkte verkauft, und unsere Kunden im ganzen Land teilen jede Woche ihre Einkäufe in den sozialen Medien“, zitieren britische Medien Lidl-Marketingleiterin Joanna Gomer.
Lidl verkauft Lebensmittel über TikTok – Markt in Großbritannien ist riesig
Nach eigenen Angaben ist Lidl in Großbritannien der erste Lebensmittelhändler, der seine Lebensmittel in seinem TikTok-Shop vertreibt. Bisher setzte der Discounter beim Online-Handel fast ausnahmslos auf Non-Food-Angebote und alkoholische Getränke, schreibt die Lebensmittelzeitung weiter.
Nicht umsonst fiel die Wahl für den ungewöhnlichen Verkaufsweg auf Großbritannien. Im Vereinigten Königreich lassen sich viele Menschen ihre Lebensmittel liefern. Bei den Insulanern macht das Geschäft mit Nicht-Restaurants einen recht hohen einstelligen Prozentbereich des Umsatzes aus, erklärt Lieferando-Gründer Jörg Gerbig.
Proteinprodukte in Verkaufspaketen – das verspricht sich Lidl von neuer Aktion auf TikTok
Der Quick-Commerce-Markt, also das Geschäft mit schnellen Lieferungen innerhalb einer Stunde, umfasst in Großbritannien mittlerweile ein Handelsvolumen von zirka zwei Milliarden britischen Pfund im Jahr –was etwa 2,4 Milliarden Euro entspricht, berichtet die Lebensmittelzeitung. Auf der Insel hat Lidl zwar also einen großen potenziellen Kundenstamm für das neue Angebot – aber entsprechend auch mehr Konkurrenz durch Schnelllieferdienste wie Deliveroo und der Lieferando-Schwester Just Eat.
Die jetzige Aktion dient erstmal nur Marketingzwecken; der gesamte Erlös geht an wohltätige Zwecke. In den kommenden Tagen schwemmt der Discounter rund 3000 Warenpakete mit einem Wert von 30 Pfund (zirka 14 Kilogramm) zum reduzierten Preis von fünf Pfund auf den Markt. Die Pakete sind Produkte wie IronMaxx 100% Whey Protein, Snacktastic High Protein Pop Chips und Maribel High Protein Peanut Butter enthalten. In jedem Paket findet sich außerdem ein Lidl-Mikrofaserhandtuch sowie Treuepunkte für die Kundenkarte Lidl Plus, wie die Lebensmittelzeitung weiter schreibt.
Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/Monika Skolimowska/dpa/Montage:echo24.de

