Rente und Altersvorsorge

Nach Unfall weniger Geld? So lassen sich Rentenansprüche sichern

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Einen Unfall gehabt und dadurch krankgeschrieben worden? Das kann Auswirkungen auf die Rentenansprüche haben. Aber es gibt auch eine gute Nachricht.

Jahrelang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt, damit die Rente im Alter ausreicht, und dann einen Unfall erlitten? Wer einen Unfall hatte und deshalb krankgeschrieben wurde, muss unter anderem Einbußen bei der Rentenzahlung im Ruhestand hinnehmen. Die gute Nachricht: Unter bestimmten Umständen können diese Nachteile ausgeglichen werden. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) prüft dann auf Antrag, ob Ersatzansprüche geltend gemacht werden können. echo24.de erklärt, wie das funktioniert.

Wie werden Rentenansprüche nach einem Unfall geltend gemacht?

  • Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen
  • Rentenversicherung prüft dann, ob Nachteile bei den Rentenansprüchen bestehen
  • Bestehen Nachteile, dann werden diese möglicherweise ausgeglichen

Bei der Prüfung der rentenrechtlichen Nachteile werden unter anderem die bisher gezahlten Rentenbeiträge berücksichtigt, wie die „Deutsche Rentenversicherung“ schreibt. Wer nie gearbeitet hat, erhält so viel Rente durch Grundsicherung.

Warum bestehen nach einem Unfall Nachteile bei der Rente?

Durch Krankengeld oder Verletztengeld wird in der Regel weniger Lohn oder Gehalt ausgezahlt. Das bedeutet, dass auch weniger Rentenbeiträge in die Rentenkasse eingezahlt werden. Wenn infolge des Unfalls eine Erwerbsminderungsrente bezogen wird, dann kann dies die Rentenansprüche ebenfalls schmälern.

Wer Sorge hat, zu den Jahrgängen mit der niedrigsten Rente in Deutschland zu gehören, sollte demnach seine Finanzen und Rentenbeiträge im Blick behalten und nach einem Unfall die Deutsche Rentenversicherung bezüglich eines Ausgleiches der Nachteile befragen. Außerdem gibt es weitere Nachteile, die für eine geringere Rente im Alter sorgen können. Beispielsweise gibt es bereits Arbeitsplätze mit geringer Rente und Jobs, mit denen im Ruhestand die höchste Rente erreicht wird.

Nachteile bei der Rente nach Unfall: Was kann zur Vorsorge getan werden?

Damit bei einem Unfall keine Nachteile bei der Rente entstehen, sollten alle Unterlagen zum Unfall aufbewahrt werden, rät die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa). Dazu gehören zum Beispiel Arztberichte, Rechnungen und Bescheinigungen der Krankenkasse. Außerdem sollte Kontakt mit der Deutschen Rentenversicherung aufgenommen werden, die bei der Beantragung von Entschädigungsleistungen beraten kann. Übrigens gibt es einen Trick, um mit 61 früher in Rente zu gehen, durch Kündigung.

Rubriklistenbild: © imago/dpa/Collage:echo24.de

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