Herbst-Nächte

Bei Boden-Frost: Wie sich Pflanzen richtig schützen lassen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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  • Adrian Kilb
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Für empfindliche Pflanzen kann schon leichter Frost am Boden gefährlich werden. Wie Hobbygärtner ihre Blumen im Herbst optimal vor Gefrierschäden schützen können.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits Mitte September auf dem Feldberg, auf der Alb und in Schwarzwaldtälern vor Bodenfrost gewarnt. In weiten Teilen Baden-Württembergs herrschte „Blümchen-Alarm“, der die Blüten gefährdet. In dem Bundesland fiel sogar schon der erste Schnee.

Die offizielle Frost-Saison beginnt zwar erst im Dezember. Allerdings kann es schon im Oktober und November vermehrt zu frostigen Nächten kommen, die besonders für empfindliche Pflanzen gefährlich sind und Hobbygärtner vor Herausforderungen stellen.

DWD-Warnungen vor Bodenfrost – welche Pflanzen besonders gefährdet sind

Der Bodenfrost kann bereits auftreten, bevor die Lufttemperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Dies stellt eine besondere Gefahr für Pflanzen dar, die noch nicht ins Winterquartier umgezogen sind.

Es ist wichtig zu unterscheiden: Luftfrost wird in zwei Metern Höhe gemessen und tritt auf, wenn die Temperatur dort unter null Grad liegt. Bodenfrost hingegen kann auftreten, selbst wenn die Lufttemperatur über null Grad liegt, da kalte Luft nach unten sinkt und sich am Boden sammelt. Deshalb können Straßen glatt sein, auch wenn das Thermometer mehrere Grad über null anzeigt.

Südländische Pflanzen wie Zitronen-, Orangen-, Kumquatbäume, Olivenbäume und Oleander sind besonders frostempfindlich. Während viele Pflanzen leichten Frost bis zu minus fünf Grad aushalten können, können sie dennoch Schäden davontragen, wenn sie ungeschützt sind.

Eiskristalle haben sich auf einer Rosenblüte gebildet. Wenn die Nächte im Herbst kälter werden, besteht die Gefahr für Bodenfrost.

Schutzmaßnahmen für Pflanzen vor Bodenfrost: Was Hobbygärtner beachten müssen

Um Pflanzen vor Bodenfrost zu schützen, sollten sie abgedeckt werden. Große Pflanzen können mit Vlies, Handtüchern oder anderen Stoffen abgedeckt werden. Für kleinere Pflanzen eignet sich ein Topf, Kübel, Eimer oder Karton, der über Nacht über die Pflanze gestülpt wird.

Wichtig ist, die Abdeckung tagsüber wieder zu entfernen, damit die Pflanzen ausreichend Licht bekommen und die Erde sich aufwärmen kann. Wer einen großen Garten hat, kann auch Rindenmulch auf die Erde streuen, um den Boden zu isolieren.

Übrigens stellt auch Frühlingsfrost eine Gefahr für Pflanzen dar. Frosttage sind in dem Zeitraum bis Mitte Mai zu erwarten, wenn die Eisheiligen bevorstehen. Deswegen ist es bis dahin wichtig, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Blümchen nicht dem Frost zum Opfer fallen.

Dieser Text wurde unter Mithilfe einer Künstlichen Intelligenz erstellt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar

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