Änderung 2025
Pflegebeitrag soll ab Januar steigen: So wirkt sich die Erhöhung auf die Rente aus
VonLisa Kleinschließen
Der Pflegebeitrag könnte ab Januar 2025 höher ausfallen. Das hätte auch finanzielle Folgen für Rentner. Was eine Erhöhung für Ruheständler bedeuten würde.
Angesichts steigender Kosten für die Pflege kommen möglicherweise erneut höhere Beiträge auf die Versicherten zu. In der Bundesregierung wird über eine mögliche Anhebung um 0,15 Punkte auf 3,55 Prozent zum 1. Januar 2025 beraten, wie es aus Koalitionskreisen hieß. Zunächst berichteten „Table.Briefings“ und „Politico“ darüber, schreibt die „dpa“. Das hat auch Auswirkungen auf die Rente.
Pflegebeitrag soll ab Januar 2024 steigen – wie wirkt sich das auf die Rente aus?
2025 müssen sich Arbeitnehmer und Ruheständler wohl auf höhere Pflegebeiträge einstellen. Die Pflegeversicherung benötigt dringend mehr Geld, weil die Ausgaben deutlich höher sind als die Einnahmen. Auf Versicherte dürften daher im kommenden Jahr Beitragserhöhungen zukommen. Aktuell berät die Bundesregierung offenbar über eine Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge um 0,15 Prozentpunkte, schreibt die „dpa“. Wie wirkt sich eine Erhöhung auf die Rente aus?
Ein Beispiel: Ein Rentner mit zwei Kindern über 25 Jahren und einer Rente von 1.800 Euro müsste laut dem Ratgeberportal „Finanztip“ pro Monat mit einer Mehrbelastung in Höhe von 2,70 Euro rechnen. Sein Beitrag stiege von 61,20 Euro auf 63,90 Euro monatlich.
Bei Erhöhung des Pflegebeitrages – so wären Rentner ohne Kinder mehr belastet
Einen Rentner ohne Kinder würde eine mögliche Erhöhung bei derselben Rentenhöhe in genau gleicher Weise mehr belasten. Sein Ausgangsbeitrag ist aber mit 72 Euro bereits jetzt höher und stiege nach einer Anpassung um 0,15 Prozentpunkte auf 74,70 Euro pro Monat.
Zum Hintergrund: Derzeit liegt der Beitragssatz für die Pflegeversicherung für Kinderlose bei 4 Prozent. Für Menschen mit einem Kind beträgt der Satz 3,4 Prozent, mit steigender Anzahl eigener Kinder gibt es weitere Abschläge. Beschäftigte teilen sich die Kosten mit ihrem Arbeitgeber.
Beitragserhöhung wird normalerweise zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt
In dem Rechenbeispiel wurde davon ausgegangen, dass die mögliche Beitragserhöhung alleine Arbeitnehmern zufällt. In der Regel wird diese zwar aufgeteilt, inwiefern ist allerdings noch unklar. Die Anpassung wirkt sich daher entsprechend geringer aus, wenn auch Arbeitgeber daran beteiligt werden. Rentner müssen die Beiträge ohnehin alleine stemmen.
Auch die Krankenkassenbeiträge sollen steigen. echo24.de berichtete bereits darüber, wie teuer die Krankenkassenbeiträge 2024 werden könnten.
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