0,5 statt 1 Prozent jährlich

Mehr Rente durch Änderung: Steuersatz steigt langsamer – Tabelle mit Übersicht

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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In Deutschland ist die Rente steuerpflichtig. Je nach Jahr des Renteneintritts können die Steuern unterschiedlich hoch sein. Ein neues Gesetz hat die Situation nun rückwirkend entspannt, wie eine Tabelle zeigt.

Davon kann man eigentlich nie genug haben – Geld! Vor allem ältere Menschen, die in den Ruhestand gehen, wünschen sich ein gutes Einkommen, wie die Rente auch genannt wird. Eine gute Rente soll helfen, den Lebensabend möglichst sorgenfrei und entspannt genießen zu können.

Nach einem jahrzehntelangen Berufsleben, in dem man Steuern und Sozialabgaben zahlen musste, möchte man sich im Ruhestand eigentlich nicht mehr mit diesen Themen beschäftigen. Doch in Deutschland muss auch die Rente versteuert werden. Und der Haken an der Sache ist: Je nachdem, in welchem Jahr die Senioren in Rente gehen, müssen sie mehr Steuern zahlen.

Rentenerhöhung in Deutschland: Betrag wird jährlich angehoben – auch Steuerfreibetrag ändert sich

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bekommen Rentner in Deutschland eher wenig Geld im Alter. Und das, obwohl es jährliche Rentenerhöhungen gibt. Wie echo24.de bereits berichtete, gibt es bereits erste Prognosen, um wie viel Prozent die Rente im Jahr 2025 steigen könnte. Bei den Zahlen handelt es sich allerdings nur um Schätzungen, der genaue Satz wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2025 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegt und bekannt gegeben, wie auch das Rechte-Portal „hopkins.law“ berichtet.

Fest steht aber schon jetzt, wann die Rente erhöht wird: Am 1. Juli ist jeweils Stichtag. Bereits im Jahr 2024 gab es ein sattes Plus für die Altersrente und die Erwerbsminderungsrente in Deutschland. Eine Tabelle auf echo24.de zeigt, wie viel mehr Geld Senioren jetzt auf dem Konto haben.

Tabelle zeigt: So viel Prozent der Rente müssen künftig versteuert werden

Weniger erfreulich dürfte eine andere Erhöhung sein: Neben der Rentenerhöhung steigt jedes Jahr auch der Anteil der Rente, der versteuert werden muss. Eine Übersichtstabelle zeigt, wann die Steuerlast am höchsten und der Rentenfreibetrag am niedrigsten ist:

Jahr des Rentenbeginns\tSteuerpflichtiger RentenanteilRentenfreibetrag
2024\t83 Prozent17 Prozent
2025\t83,5 Prozent 16,5 Prozent
202684 Prozent16 Prozent
202784,5 Prozent15,5 Prozent
202885 Prozent 15 Prozent

Seit 2023 – Anteil der Besteuerung von Renten steigt langsamer

Wer also 2058 oder später in Rente geht, muss seine Rente grundsätzlich voll versteuern. Im Klartext heißt das: Je nachdem, wann Senioren in Rente gehen, müssen sie also mehr oder weniger Steuern auf ihre Rente zahlen, wie die Deutsche Rentenversicherung auf ihrer Homepage schreibt. Allerdings steigt der Prozentsatz ab 2023 rückwirkend um jeweils 0,5 Prozent und nicht mehr um 1 Prozent. Grund dafür ist das Wachstumschancengesetz, das am 22. März 2024 verabschiedet wurde. Das bedeutet, dass die Rente erst ab 2058 voll versteuert werden muss und nicht mehr ab 2040.

Wer sich jetzt Sorgen um seine Rente macht, sollte wissen, dass zwar ein bestimmter Prozentsatz versteuert werden muss, manche Rentnerinnen und Rentner aber trotzdem keine Steuern zahlen müssen. Das liegt unter anderem am Rentenfreibetrag, aber auch am Grundfreibetrag. Welche Freibeträge Rentner sonst noch kennen sollten, berichtet echo24.de in einem weiteren Artikel.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Christian Ohde

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