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Strom-Alarm am Freitagmorgen: Engpass droht in Baden-Württemberg

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Der Strom könnte am Freitag in Baden-Württemberg knapp werden – die App „StromGedacht“ schlägt Alarm und ruft zum Energie sparen auf. Wann der Laptop besser nicht geladen werden sollte.

Am Freitagmorgen könnte der Strom in Baden-Württemberg knapp werden. Die Warn-App „StromGedacht“ meldet: „Hohe Auslastung von Stromleitungen morgen ab 8 Uhr!“ Die Menschen in Baden-Württemberg werden deshalb am Freitag im Zeitraum von 8 bis 11 Uhr aufgerufen, möglichst wenig Strom verbrauchen.

Die Transportkapazitäten der Stromleitungen aus dem Norden Deutschlands in den Südwesten seien zu stark ausgelastet, informierte der Übertragungsnetzbetreiber Transnet in Stuttgart über die App. Um das Netz zu stabilisieren, würden große Strommengen aus konventionellen Kraftwerken und dem Ausland gebraucht. Erst vor kurzen hatte der Vizepräsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Vorbereitung auf längere Stromausfälle gemahnt

Strom-Engpass droht in Baden-Württemberg: Was hinter der App-Warnung steckt

„Durch deine Mithilfe können die hohen Kosten dieser Maßnahmen für die Allgemeinheit gesenkt und CO₂-Emissionen eingespart werden“, heißt es weiter. Stromabschaltungen seien nicht zu befürchten. „TransnetBW muss jedoch mehr als gewöhnlich dafür tun, das Netz stabil zu halten.“

Am Freitag werden die Menschen in Baden-Württemberg zum Stromsparen aufgerufen. Die App „StromGedacht“ hat Alarm geschlagen.

Solche Aufrufe über die App gibt es immer mal wieder. Haushaltsgeräte, die viel Strom benötigen, sollten in den genannten Zeiträumen nach Möglichkeit nicht genutzt werden. Das sind zum Beispiel Wasch- und Spülmaschinen, Herde, Backöfen, Trockner, Elektroheizungen und Staubsauger. 

Stromnetz am Freitag entlasten: Worauf am Freitag in Baden-Württemberg besser verzichtet werden sollte

Auch sollte man in dieser Zeit Elektrofahrzeuge oder Akkus etwa von Laptops nicht laden, wenn sich das vermeiden lasse. Stattdessen sollten solche Geräte über den Akku versorgt werden, um das Stromnetz zu entlasten. 

Die App soll dazu anregen, planbaren Stromverbrauch in Phasen zu verschieben, in denen genug Strom zur Verfügung steht und keine Ausgleichsmaßnahmen (sogenannter Redispatch) nötig sind. Nach früheren Angaben machen Privathaushalte rund ein Viertel des Stromverbrauchs aus. Privatpersonen könnten daher einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes leisten, indem sie Strom sparen oder den Verbrauch verschieben.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Screenshot App „StromGedacht“