Mit Geldbeutel an der Kasse

Zu viel Wechselgeld vom Kassierer erhalten: Deshalb können sich Kunden strafbar machen

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Beim Einkauf geht es an der Kasse oft hektisch zu. Doch Kunden sollten trotzdem nicht nur ihren Kassenzettel überprüfen, sondern bei Barzahlung auch ihr Wechselgeld nachzählen.

Nach einem Einkauf bei Discountern oder Lebensmittel-Giganten wie Lidl oder Kaufland führt der Weg am Ende zur Kasse. Und genau dort kommt es oftmals zu stressigen Situationen, wenn Kunden mit manchem Verhalten für Ärger sorgen. Ebenso wenig beliebt: Nervige Sprüche, die die Kassierer nicht mehr hören können oder Kunden, die alles mit Kleingeld zahlen.

Kunden können sich unwissend strafbar machen – falsches Wechselgeld beim Einkauf

Das Thema Kleingeld ist kritisch, denn Kunden machen sich so nicht nur bei den anderen, wartenden Kunden unbeliebt. Kassierer dürfen eine Bezahlung mit mehr als fünfzig Münzen sogar ablehnen. Dafür gibt es inzwischen Wechselgeldautomaten von Coinstar bei Kaufland. Allerdings gibt es noch einen ganz anderen Streitpunkt, nämlich die Wechselgeld-Herausgabe.

Sind die Kassierer unter Druck, unkonzentriert oder gar überarbeitet, so kann es leicht passieren, dass das Wechselgeld nicht stimmt. In dem Fall stimmt nicht nur der Betrag beim Kassensturz nicht. Ist ein Kunde von dem Missgeschick betroffen, so kann er sich unter Umständen sogar strafbar machen.

Wechselgeld beim Einkauf lieber nachzählen, sonst droht schnell Strafe

Deshalb gilt: Das Wechselgeld immer genau nachzuzählen und nicht nur den Kassenbon kontrollieren. Bei zu wenig Geld beschweren sich viele Kunden sofort, doch bei zu viel Wechselgeld drückt der ein oder andere vielleicht auch mal ein Auge zu.

Und das ist problematisch: Fehlt ein Betrag in der Kasse, dann muss oftmals der Kassierer den Betrag aus eigener Tasche nachzahlen. Alleine aus moralischen Gründen, sollten Kunden demnach nicht nur bei zu wenig Geld reklamieren, sondern auch bei zu viel Wechselgeld umgehend informieren. Doch nicht nur an den Kassen von Lebensmittelgeschäften wird betrogen. Wie „Merkur“ berichtet, werden Verbraucher auch an der Zapfsäule auf der Autobahn abgezockt.

Dann machen sich Kunden wegen Wechselgeld strafbar

Fällt dem Kassierer jedoch selbst noch rechtzeitig auf, dass er zu viel Geld herausgegeben hat, dann hat er sogar das Recht, das Geld zurückzufordern. Und in dem Fall muss das Geld zurückgegeben werden, ansonsten machen sich Kunden wegen ungerechtfertigter Bereicherung sogar strafbar, wie „Ergo“ erklärt.

Rubriklistenbild: © K. Schmitt/Imago

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