Sammlerstücke
Wertvolle 50-Cent-Münzen: Diese Motive und Fehlprägungen sind besonders
VonLisa Kleinschließen
Eine 50-Cent-Münze kann unter Umständen hunderte oder gar tausende Euro wert sein. Ein genauer Blick in den Geldbeutel lohnt sich – Sammlerstücke könnten sich darin verstecken.
Auch wenn alternative Zahlungsmittel immer beliebter werden, haben doch die meisten Deutschen immer ein paar Münzen im Geldbeutel oder zu Hause „rumliegen“. Theoretisch ist klar, wie viel ein Geldstück wert ist – doch bei so manchem dürften sich wahre Schätze im Portemonnaie verstecken. Ein genauerer Blick in den Geldbeutel kann sich lohnen: Denn manche Münzen sind deutlich mehr wert, als auf den ersten Blick zu erkennen ist.
Bestimmte Geldstücke sind bei Sammlern besonders beliebt. Es gibt einige seltene 1-Euro-Münzen, die besser nicht einfach ausgegeben werden sollten – und auch 2-Euro-Münzen, die richtig viel wert sind. echo24.de fasst zusammen, welche 50-Cent-Münzen ebenfalls sehr wertvoll sind.
50-Cent-Münzen können viel wert sein: Besondere Motive und Fehlprägungen
Eine 50-Cent-Münze hat nicht immer nur den Wert, der eingeprägt ist. Wer sie an Sammler verkauft, kann richtig viel Geld damit verdienen. Es gibt zwei Kategorien von seltenen Münzen: Jene, die mit besonderen Motiven, die nur in einer geringen Auflage geprägt wurden sowie ausgegeben werden, und solche, die eine Fehlprägung aufweisen.
50-Cent-Münzen mit besonderen Motiven sind zum Beispiel Sonderstücke aus „EU-Zwergstaaten“ wie dem Vatikan, San Marino oder Monaco, welche immer nur in geringer Auflage geprägt werden. Solche Sonderstücke werden teils für wenige Euro weiterverkauft, es gibt aber auch ganz besondere Motive, die auf Sammlerseiten für rund 70 Euro angeboten werden. Damit steigt der Wert der 50-Cent-Münze um das 140-fache!
Fehlprägungen bei Münzen können viel wert sein: Diese gibt es bei 50-Cent-Münzen
Besondere Motive sind etwas leichter zu erkennen als Fehlprägungen. Doch wer einmal weiß, welche Arten von Fehlprägungen es gibt und sich seine Münzen immer mal wieder etwas genauer anschaut, kann auch dafür einen Blick entwickeln. Wer eine fehlerhafte 50-Cent-Münze entdeckt, sollte sich mit Experten in Verbindung setzen. Seltene 50-Cent-Münzen werden teilweise für mehrere hundert Euro verkauft.
Die Münzhandelsgesellschaft „MDM“ schreibt zum Thema Fehlprägungen: „Als Fehlprägungen bezeichnet man all die Münzen, die durch Fehler bei der Herstellung Mängel in Bezug auf das Material oder das Münzbild aufweisen. Aufgrund der Qualitätskontrollen bei der Prägung gelangen jedoch nur wenige Fehlprägungen in den Umlauf“. Genau das macht sie bei Sammlern so beliebt – und wertvoll.
Wie bei den 1-Euro-Münzen und 2-Euro-Münzen sind bei 50-Cent-Münzen folgende Fehlprägungen möglich:
- Stempeldrehungen
- Dezentrierung
- Doppelprägungen
- Doppelsenkung
- Fehlende Teile im Münzbild
- Prägeschwächen
- Überprägung
- Zainenden
- Irrtümliche Inschriften
- Veraltete Landkarten
Stempeldrehung, Dezentrierung, Doppelprägung und Senkung – das steckt hinter Fehlprägungen
Doch was bedeutet das? Bei einer „Stempeldrehung“ steht das Münzbild beim Drehen um die Längsachse nicht gerade, sondern – wie der Name es bereits vermuten lässt – etwas gedreht. Bei einer „Dezentrierung“ trifft der Stempel den Rohling nicht mittig – das Münzbild wird versetzt eingeprägt. „Je weiter das Münzbild verschoben ist, desto höher ist der Wert“, erklärt die Münzhandelsgesellschaft.
Bei der „Doppelprägung“ wurde die Münze zweifach gestempelt – dabei entsteht eine zweite, leicht verschobene Prägung. Bei einer „Doppelsenkung“ sind einzelne Teile eines Münzbildes doppelt zu sehen. Es kann auch vorkommen, dass bestimmte Bereiche der Münze nicht richtig geprägt werden oder als „Prägeschwächen“ nur leicht zu erkennen sind.
Fehlprägungen erkennen: Diese Makel machen eine 50-Cent-Münze viel wertvoller
Ein „Zainende“ dürfte sofort ins Auge stechen: So werden Münzen bezeichnet, bei denen es beim Ausstanzen zu Fehlern kommt, sodass die Münzen nicht mehr kreisrund sind.
Bei einer „Überprägung“ erhalten bereits geprägte Münzen ein neues Gepräge von einem anderen Münzbild. Wie die Seite „ankaeufer.de“ erklärt, kommt es auch vor, dass irrtümliche Inschriften auf 50-Cent-Münzen gefunden werden – oder veraltete Landkarten.
„Chip.de“ berichtet über weitere besondere Fehlprägungen bei 50-Cent-Münzen: Bei manchen Münzen fehlt die typische Riffelung des 50-Cent-Stücks oder ist unregelmäßig. Außerdem kann es sein, dass eine Münze von beiden Seiten dasselbe abbildet: also zweimal die Zahl oder zweimal das Motiv. Diese Münzen sind sehr selten und der Wert liegt im vierstelligen Bereich.
750 Euro wert: Diese 50-Cent-Münze ist ein kleiner Schatz
Die „MDM“ weist auf eine besonders wertvolle 50-Cent-Münze hin: Es gibt einige Geldstücke aus dem Jahr 2002 mit der Prägestätte Karlsruhe (G), die versehentlich mit dem Bundesadler (der normalerweise auf 1- und 2-Euro-Münzen zu finden ist) geprägt – normalerweise müsste das Brandenburger Tor drauf sein. Eines der Exemplare wurde 2010 für 750 Euro versteigert.
Wie „merkur.de“ berichtet, sprengt ein bestimmtes Geldstück jeglichen Rahmen: Eine 50-Cent-Münze ist bis zu 500.000 Euro wert.
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