Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Extreme Sahara-Hitze im Anmarsch: Wettermodelle schlagen Alarm

  • VonDominik Jung
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Ab Sonntag rollt möglicherweise eine Hitzewelle auf West- und Mitteleuropa zu. Erste Modelle zeigen bis zu 40 Grad. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Die Wettermodelle zeigen derzeit teilweise dramatische Entwicklungen. Ab dem kommenden Wochenende deutet sich laut Kathy Schrey von wetter.net eine massive Hitzewelle an, die sich von Südwesteuropa her ausbreitet und auch Deutschland mit voller Wucht treffen könnte. „Das ist wirklich monströs, was da auf uns zurollen könnte“, erklärt Schrey. Auch zuletzt gab es einige Hitzetage.

Besonders beunruhigend sei die Übereinstimmung vieler Wettermodelle in einem Punkt: Der Ursprung der Luftmasse liegt direkt über der Sahara. Von dort soll ab Samstag (21. Juni) eine glühend heiße Luftzunge Richtung Mitteleuropa transportiert werden. Bereits am Sonntag (22. Juni) sind in Teilen Frankreichs bis zu 40 Grad möglich, im Südwesten Deutschlands könnten die Thermometer erstmals in diesem Sommer auf 35 Grad klettern.

Eine heiße Luftzunge bahnt sich nächste Woche ihren Weg bis nach Mitteleuropa.

Wetter in Deutschland: Hitzespitze über mehrere Tage – bis zu 43 Grad möglich?

Einige Wettermodelle prognostizieren für Frankreich sogar Temperaturen von bis zu 43 Grad. Auch für Deutschland ist die Lage zunehmend besorgniserregend: Je nach Modell könnten in der neuen Woche zwischen drei und fünf Tage mit Werten von über 35 Grad auftreten – regional sind Spitzen bis zu 38 oder sogar 39 Grad nicht ausgeschlossen.

Besonders betroffen wären laut den aktuellen Wetter-Läufen der Westen und Süden Deutschlands, wo die ohnehin schon trockene Witterung zusätzlich verschärft werden würde. Meteorologen sprechen bereits von einem potenziellen „Hitzepeak“, der zumindest lokal an die Rekordwerte des Jahres 2019 heranreichen könnte. Ob dabei die magische 40-Grad-Marke auch in Deutschland fällt, ist noch offen – ausgeschlossen ist sie derzeit aber keinesfalls.

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Extremwetter auch in Deutschland: Beobachten, vorbereiten, schützen

Inmitten dieser sich zuspitzenden Lage raten Expertinnen und Experten zur Wachsamkeit. Noch sind die genauen Auswirkungen der kommenden Hitzewelle schwer vorherzusagen – aber der Trend ist eindeutig. Sollte sich das heißeste Szenario bestätigen, drohen nicht nur körperliche Belastungen für viele Menschen, sondern auch große Herausforderungen für die Landwirtschaft, die Stromversorgung und das Gesundheitssystem.

Besonders ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke sollten sich auf sehr hohe Temperaturen vorbereiten. Wichtig ist jetzt, die Entwicklung der Wettermodelle in den kommenden Tagen genau zu beobachten.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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