„Nie wieder ist jetzt“
Rheinland-Pfalz gegen Rechts: Über 14.000 Demonstranten gegen Hass und Diskriminierung
VonPeter Kieferschließen
Rheinland-Pfalz - Am Samstag sind in mehreren Städten in RLP über 14.000 Demonstranten gegen Rechtsextremismus, Hass und Ausländerfeindlichkeit auf die Straße gegangen:
In einer beeindruckenden Welle des Widerstands haben am Samstag (27. Januar) mehr als 14.000 Menschen in verschiedenen Städten in Rheinland-Pfalz ihre Stimme gegen Rechtsextremismus erhoben. Die Kundgebungen, die unter verschiedenen Mottos standen, verliefen nach Polizeiangaben friedlich und zeugten von einem starken demokratischen Engagement der Bevölkerung.
| Bundesland | Rheinland-Pfalz |
| Landeshauptstadt | Mainz |
| Einwohnerzahl | 4.159.150 (31. Dezember 2022) |
| Fläche | 19.854,21 km² |
| Ministerpräsidentin | Malu Dreyer (SPD) |
Über 14.000 Demonstranten gegen Rechtsextremismus am Samstag in RLP
In Kaiserslautern versammelten sich am Vormittag rund 6.000 Menschen unter dem Leitsatz „Nie wieder ist jetzt“. Diese größte Demonstration des Tages in RLP zeigte eindrücklich, wie tief das Bedürfnis der Bevölkerung ist, sich gegen rechtsextreme Strömungen zu positionieren. Ein Polizeisprecher bestätigte die friedliche Atmosphäre der Veranstaltung.
Worms erlebte ebenfalls eine massive Mobilisierung mit etwa 4.000 Teilnehmer, die sich unter dem Motto „Alle zusammen gegen die AfD“ versammelten. Die klare Botschaft richtete sich gegen die rechtspopulistische Partei und was sie repräsentiert.
Auch in kleineren Städten wie Frankenthal, Neustadt/Weinstraße, Bingen und Zweibrücken fanden sich Menschen zusammen, um ihre Ablehnung gegenüber rechtsextremen Gedankengut zu demonstrieren. In Frankenthal waren es rund 1.000, in Neustadt etwa 1.400, in Bingen circa 1.200 und in Zweibrücken ungefähr 600 Menschen. In Zweibrücken fand zudem eine kleine Gegendemonstration statt, zu Gewalttätigkeiten kam es jedoch nicht.
Correctiv-Enthüllungen bringen Stein ins Rollen
Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem durch Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv. Diese betrafen ein Treffen radikaler Rechter am 25. November in Potsdam, an dem auch einige AfD-Politiker sowie Mitglieder der CDU und der Werteunion teilgenommen hatten.
Insbesondere die Anwesenheit des früheren Kopfs der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, der über „Remigration“ sprach, sorgte für Aufsehen. Der Begriff wird von Rechtsextremisten oft verwendet, um die erzwungene Ausreise von Menschen nicht-deutscher Herkunft zu fordern.
Rheinland-Pfälzer gehen gegen Rechts auf die Straße
Die Demonstrationen in Rheinland-Pfalz stehen exemplarisch für das starke Bedürfnis vieler Menschen, sich aktiv gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und die Erosion demokratischer Werte zur Wehr zu setzen. Die friedlichen Kundgebungen sind ein klares Zeichen, dass in Deutschland kein Platz für rechtsextreme Ideologien ist.
In Heidelberg setzten übrigens bereits am 20. Januar fast 20.000 Menschen ein Zeichen gegen Rechts, wie HEIDELBERG24 berichtete.
Dieser Artikel wurde mit maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von unserem Redakteur Peter Kiefer sorgfältig geprüft. (pek/dpa)
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