Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Nun strömt Polarluft nach Deutschland: Doch nächste Hitzewelle steht kurz bevor – Konkretes Datum im Fokus
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Nach der Hitzewelle rauscht kalte Luft aus dem Norden herein. Doch schon bald kehrt die Gluthitze zurück – und das mit voller Wucht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel - Nach Tagen extremer Hitze erleben wir nun einen markanten Wetterumschwung. Aus Nordeuropa fließt ab Montag (7. Juli) kalte Polarluft nach Deutschland ein und sorgt vielerorts für eine deutliche Abkühlung – zumindest in der Höhe. Am Boden bleibt es vielerorts noch warm, doch nachts sinken die Temperaturen jetzt spürbar. Die kühle Luft bringt etwas Erleichterung, besonders in den aufgeheizten Städten.
Jetzt ist die ideale Gelegenheit, um gründlich durchzulüften, denn diese kühle Phase ist nur von kurzer Dauer. Gleichzeitig steigen durch die labil geschichtete Luftmasse die Chancen auf Regen – allerdings sind größere Mengen unwahrscheinlich. Ein flächendeckender Landregen, der die Böden nachhaltig durchfeuchtet, ist weiterhin nicht in Sicht. Auch die Waldbrandgefahr bleibt daher trotz der Abkühlung auf hohem Niveau.
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Aktuelle Wetter-Abkühlung ist nur ein kurzes Intermezzo
Meteorologisch betrachtet handelt es sich bei dieser Polarluftzufuhr lediglich um ein kurzes Intermezzo. Schon zur Wochenmitte kündigt sich der nächste drastische Umschwung an. Ab Mittwoch setzt sich aus Südwesten erneut heiße Luft aus Nordafrika in Bewegung – Saharaluft, die Temperaturen weit über 30 Grad mitbringen kann. In einigen Regionen Deutschlands könnten sogar wieder Spitzenwerte von bis zu 38 Grad erreicht werden.
Die trockenen Böden verschärfen die Situation: Ohne ausreichenden Regen im Vorfeld kann die neue Hitzewelle schnell zu einer kritischen Belastung für Mensch, Tier und Vegetation werden. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Betriebe und Wälder, die bereits unter Wassermangel leiden.
Hitze kommt bereits in wenigen Tagen zurück
Die nächsten zwei bis drei Tage bieten eine wertvolle, wenn auch kurze, Gelegenheit zur Vorbereitung. Jetzt heißt es: lüften, Regenwasser sammeln, Waldspaziergänge verschieben und im besten Fall auch Gärten gießen, wo nötig. Die kommenden Hitzetage werden erneut fordernd – sowohl für den Kreislauf als auch für die Natur. Wer kann, sollte sich auf hohe UV-Werte und erneut schlaflose Tropennächte einstellen. Besonders in Ballungszentren werden sich die Häuser erneut stark aufheizen. Diese Atempause sollten wir daher ernst nehmen und nutzen, denn ab Mitte der Woche übernimmt die Sommerhitze wieder das Kommando – und das möglicherweise noch heftiger als zuvor.
Wer passend zur aktuellen Sommerzeit in den Urlaub fahren will, der sollte sich unter Umständen informieren. In einem Nachbarland von Deutschland wird es verschärfte Grenzkontrollen geben. Mit Folgen auch für Urlauber und Pendler an zentralen Grenzübergängen.
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