Extreme Märzhitze
33 Grad Hitze, nun Schnee-Ankündigung: Urlaubsinsel hat schon jetzt zu kämpfen – Wetter-Experte warnt
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Griechenland erlebt eine Wetter-Extremität nach der anderen: Erst wurde ein Rekordhoch für März gemessen, jetzt droht Schnee. Ein Wetter-Experte ordnet ein.
Frankfurt - „Solche extremen Temperatursprünge sind ein klares Zeichen für die Auswirkungen des Klimawandels“, erklärt Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung von wetter.net. Er betont, dass die ungewöhnlich hohen Temperaturen von über 33 Grad Celsius auf Kreta, die noch nie zuvor im März gemessen wurden, nicht als einmaliges Ereignis betrachtet werden sollten. Vielmehr seien sie Teil einer besorgniserregenden Entwicklung, die sich durch immer häufigere Wetterextreme in Europa bemerkbar macht.
Am Wochenende kletterten die Temperaturen in Griechenland auf Werte, die sonst eher für Mai typisch sind. Grund für diese beispiellose Wärme war unter anderem heiße Luft aus Nordafrika, begleitet von Saharastaub. Und auch in vielen Regionen in Deutschland steigen die Temperaturen aktuell an.
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Vom Sommer in den Winter – Wettersturz mit Folgen für Griechenland
Doch während Griechenland gerade erst eine Rekordhitze erlebt hat, folgt nun das nächste Extrem: ein plötzlicher Temperatursturz, der innerhalb weniger Tage das Land in eine Winterlandschaft verwandeln könnte. Laut Wetterprognosen soll eine eisige Luftmasse über das Land fegen und nicht nur für starken Temperaturabfall sorgen, sondern sogar Schnee bringen.
Besonders betroffen sind die Regionen Nordgriechenlands, wo Werte um den Gefrierpunkt erwartet werden. Dieser abrupte Wechsel von Sommerhitze zu Winterkälte könnte schwerwiegende Folgen haben, insbesondere für die Landwirtschaft. Obstbäume, die durch die ungewöhnliche Wärme bereits in voller Blüte stehen, könnten durch Frost massiv beschädigt werden – ein schwerer Schlag für Landwirte.
Klima-Entwicklungen deuten dramatischen Wandel an
Meteorologen warnen, dass solche extremen Wetterkapriolen in Zukunft immer häufiger auftreten werden. Bereits in den letzten Jahren hat Griechenland eine besorgniserregende Entwicklung erlebt: Rekordhitze im Sommer, ungewöhnlich warme Winter und immer heftigere Unwetter. Der vergangene Sommer war der heißeste in der Geschichte des Landes, und auch die Wintermonate waren ungewöhnlich mild.
Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass das Klima sich in einem dramatischen Wandel befindet. Neben Hitzewellen und plötzlichen Kälteeinbrüchen sind auch Waldbrände und Stürme eine immer größere Bedrohung für das Land.
Extreme Wetterphänomene nehmen zu – die Welt muss handeln
Die aktuellen Wetterextreme in Griechenland sind ein weiteres deutliches Signal dafür, dass der Klimawandel nicht mehr nur eine abstrakte Bedrohung ist, sondern bereits jetzt drastische Auswirkungen hat. Wenn die globale Erwärmung weiter fortschreitet, werden solche Phänomene nicht nur häufiger, sondern auch intensiver. Experten fordern daher dringende Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen, um die schlimmsten Folgen abzuwenden. Denn wenn sich das Klima weiter destabilisiert, könnten unvorhersehbare Wetterextreme bald zur neuen Normalität werden – mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur.
Aktuell dürften sich viele Menschen wieder Gedanken über ein mögliches Reiseziel machen. Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor dem Konsum von gepanschtem Alkohol, der insbesondere in Ankara und Istanbul verkauft wird.
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