Vor der US-Wahl

Kamala Harris triumphiert laut Umfrage in kritischem Swing-State

  • Jekaterina Jalunina
    VonJekaterina Jalunina
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Kamala Harris hat Grund zur Freude über eine Umfrage vor der US-Wahl: Sie hat in einem entscheidenden Swing State nun einen Vorsprung vor Trump.

Washington – Kamala Harris, demokratische Kandidatin für die US-Wahl 2024, ist im US-Bundesstaat Nevada auf Erfolgkurs. Das zeigt eine weitere Umfrage zum Abschneiden von Trump und Harris in den Swing States

Nevada zählt zu einem der wichtigsten Swing States bei der bevorstehenden US-Wahl 2024. Laut einer am Freitag (9. August) veröffentlichten Umfrage des Nevada Independent liegt Kamala Harris jetzt im „Silver State“ 5,6 Punkte vor dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Dieses Ergebnis markiert das stärkste Abschneiden der Demokraten in Nevada seit über einem Jahr.

Die Vize-Präsidentin Kamala Harris hat Tim Walz, den Gouverneur von Minnesota, zu ihrem Running Mate gemacht (Archivbild)

Umfrage vor der US-Wahl 2024: Kamala Harris legt in Swing States zu

Harris erhielt in dieser Erhebung die Unterstützung von 49,2 Prozent der Befragten, während Trump auf 43,6 Prozent kam. Der unabhängige Kandidat Robert F. Kennedy Jr. wurde von 3,9 Prozent der Wähler bevorzugt.

Die aktuelle Umfrage, die unter der Leitung des Columbia-Dozenten David Wolfson durchgeführt wurde, wurde vom 3. bis 5. August unter 991 US-Bürgern in Nevada durchgeführt und weist eine Fehlerquote von drei Prozent auf.

Nicht nur in Nevada, sondern auch in anderen entscheidenden Swing States konnte Harris seit Bekanntwerden ihrer Kandidatur deutliche Zugewinne verzeichnen. Laut den jüngsten Umfrage-Durchschnitten der Website FiveThirtyEight liegt Harris in den „Rust Belt“-Staaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin knapp vor Trump.

US-Wahl: Harris und Walz starten Wahlkampftour durch Swing States

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Harris und ihr frisch ernannter Vize Tim Walz sind derzeit auf Tour durch besonders umkämpfte US-Bundesstaaten. Der Auftakt des Demokraten-Duos fand im entscheidenden Swing State Pennsylvania statt, gefolgt von weiteren Auftritten in Wisconsin und Michigan. Damit starteten sie in die heiße Phase des Wahlkampfs.

Der republikanische Kontrahent Donald Trump hatte zeitgleich seinen Vize J.D. Vance in dieselben Bundesstaaten entsandt, um dort ebenfalls Wähler zu mobilisieren. Trump hatte unterdessen auf dem Weg zu einem Wahlkampf-Termin in Michigan eine Panne: Trumps Flugzeug wurde plötzlich umgeleitet.

Bilder einer Karriere: Kamala Harris strebt Präsidentenamt in den USA an

Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten rückt seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus.
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt.
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie kam aus Indien und lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. 
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“.
Bilder einer Karriere: Kamala Harris strebt Präsidentenamt in den USA an

Vor der US-Wahl: Kamala Harris kritisiert Trumps Einwanderungspolitik

Im laufenden Präsidentschaftswahlkampf attackieren sich Kamala Harris und Donald Trump immer wieder gegenseitig an. Beide Kandidaten kämpfen um die Unterstützung in den entscheidenden Swing States.

Bei ihrem jüngsten Auftritt hat Harris Trump den Willen zu Lösungen in der Einwanderungspolitik abgesprochen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Arizona sagte Harris am Freitag, Trump habe „kein Interesse und keinen Wunsch“, etwas zur Verbesserung des Einwanderungssystems zu unternehmen. „Donald Trump will dieses Problem nicht lösen, lassen Sie uns das klarstellen“, sagte sie vor jubelnden Anhängern. (jal mit dpa)

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