Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Hitzewelle kommt mit voller Wucht – Wetter-Modelle schlagen aus
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Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang rollt eine neue Hitzewelle an – mit bis zu 40 Grad. Experten warnen vor hoher UV-Strahlung und langanhaltender Wärme. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der Sommer 2025 beginnt mit einem Paukenschlag – und das buchstäblich zur Sekunde genau. Am Samstag (21. Juni) um exakt 4:41 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) erreicht die Sonne ihren höchsten Stand über dem Wendekreis des Krebses: astronomischer Sommeranfang auf der Nordhalbkugel. An diesem Tag erleben wir den längsten Tag des Jahres – je nach Region bis zu 17 Sonnenstunden. „Die Hitze kommt mit voller Wucht zurück und bleibt auch erst einmal“, sagt Wetterexperte Johannes Graf von wetter.net.
Juni-Wetter beschert Deutschland einen heißen Start in den Sommer: „Die Hitze kommt mit voller Wucht“
Bereits am Sonntag sind im Westen Deutschlands wieder bis zu 36 Grad möglich – begleitet von strahlendem Sonnenschein in weiten Teilen des Landes. Selbst im Norden, wo es zeitweise etwas frischer ist, zeigt sich die Sonne häufig. Auf den Nordseeinseln wie Sylt liegen die Höchstwerte nur bei rund 20 Grad, aber auch hier dominiert das sommerliche Wetter.
Sonne satt, UV-Gefahr hoch: Juni-Wetter zeichnet sich durch Extreme aus
Während sich die Temperaturen regional unterscheiden, bleibt eines konstant: die starke Sonneneinstrahlung. Die UV-Belastung ist aktuell hoch bis sehr hoch – Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Flüssigkeit sind daher unerlässlich. In vielen Regionen Deutschlands sind täglich bis zu 17 Sonnenstunden möglich, was nicht nur das Freibad füllt, sondern auch das Risiko für Sonnenbrand erhöht.
Bis zum Monatsende erwarten Meteorologen eine weitgehend stabile Großwetterlage mit sommerlich warmem bis heißem Wetter. Dauerhaft 25 bis 30 Grad, gelegentlich sogar deutlich darüber – und das nahezu landesweit. Der Wetterdienst wetter.net spricht von einer „ausgeprägten Wärmephase“, die sich in Mitteleuropa festgesetzt hat. Der Hochdruckeinfluss bleibt stark, Regen ist bis auf wenige lokale Gewitter kaum in Sicht.
40 Grad im Anmarsch? Modelle schlagen Alarm
Spannend wird der Blick auf die Wettermodelle für Ende Juni: Das US-amerikanische GFS-Modell simulierte am Mittwochmorgen (18. Juni) in einem Lauf sogar Temperaturen bis 40 Grad für Teile Deutschlands. Noch ist diese Prognose mit Vorsicht zu genießen – doch sie zeigt, was möglich ist.
In Frankreich könnten solche Extremwerte bereits in wenigen Tagen Realität werden. Sollte sich die Hitze aus Südwesten weiter verstärken, könnte auch Deutschland erstmals in diesem Jahr die 40-Grad-Marke knacken. Kommt also doch der viel zitierte Hitzesommer, vor dem seit Wochen gewarnt wird? Nach einem eher kühlen und nassen Monatsbeginn hat sich der Juni komplett gedreht – und die kommenden Tage lassen keine Abkühlung erwarten. Es bleibt heiß, sonnig und potenziell extrem.
Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Ervin Shulku
