US-Einwanderungspolitik

Proteste in den USA richten sich auch gegen Trump-Vertrauten Musk

  • Franziska Schwarz
    VonFranziska Schwarz
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Menschen demonstrieren landesweit in den USA für die Rechte von Immigranten. Ihre Frustration richtet sich auch gegen Musk.

Los Angeles – Der „Day without Immigrants“ hat schon einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Unter dem Motto „Tag ohne Eingewanderte“ demonstrierten Menschen in den USA für die Rechte von Eingewanderten. Anlass sind die jüngsten Dekrete des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Sie richteten sich aber auch gegen Trumps Polit-Gefährte Elon Musk.

Am Montag (3. Februar) schlossen im US-Bundesstaat Kalifornien etliche Geschäfte, wie die Los Angeles Times berichtete. Weniger Schülerinnen und Schüler gingen in den Unterricht. Der Grund: Der Aufruf zum „Tag ohne Eingewanderte“ ermunterte Betroffene, weder zur Arbeit noch zum Einkaufen zu gehen und ihren Kindern das Schwänzen zu erlauben. Laut dem Bericht erging der Appell über soziale Medien.

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Proteste gegen Einwanderungspolitik von Trump in zahlreichen Städten

Zu Protesten gegen Trumps Einwanderungspolitik kam es laut dem Business Standard unter anderem in diesen Städten:

  • Philadelphia
  • Sacramento (Kalifornien)
  • St. Paul (Minnesota)
  • Lansing (Michigan)
  • Austin (Texas)
  • Madison (Wisconsin)
  • Indianapolis (Indiana)

Trump will Migration streng begrenzen – Proteste verlagern sich auch auf Musk

In Boston (Massachusetts) standen laut Newsweek-Reportern Hunderte Demonstrierende mit Schildern vor dem Regierungsgebäude und riefen „Elon Musk muss weg!“ und „Deportiert Elon!“. Und in New York City versammelten sich dem Bericht zufolge mehr als hundert Demonstrierende vor dem Rathaus. Die Parolen hier: „Niemand hat für Elon Musk gestimmt“, oder „Keine Übernahme durch die Tech-Industrie!“.

Proteste gegen Einwanderungspolitik in den USA: Polizei in Los Angeles hält einen Teilnehmer fest.

Musk, der in Südafrika geboren und inzwischen US-Staatsbürger ist, hatte einst selbst ein Arbeitsvisum. Protestierende sagten Newsweek, dass sie Musk nicht trauen würden. Trump hatte Musk damit beauftragt, die Regierungsausgaben zu kürzen. Eine der ersten Zielscheiben dabei ist die USAID. Trump hat Entlassungen an der Spitze der Behörde angekündigt, die für die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Ausland zuständig ist. Trump meinte dabei, USAID sei bisher von „einem Haufen radikaler Verrückter“ geleitet worden.

Anti-Trump-Proteste unter dem Motto „Tag ohne Eingewanderte“: Schulen in L.A. geleert

Der „Day without Immigrants“-Protest vom Montag war laut der Los Angeles Times von einer ähnlichen landesweiten Aktion im Februar 2017 inspiriert. Damals hatte Trump vor einem Monat seine erste Amtszeit als US-Präsident angetreten. 

Eine örtliche Aktivistin sagte der Zeitung, in Kalifornien hätten am Montag aus Solidarität mit den Protestierenden etwa 250 Ladeninhaberinnen oder Inhaber ihre Geschäfte nicht geöffnet. Im Vereinten Schulbezirk von Los Angeles lag die Anwesenheitsquote am Montag bei 66 Prozent. In der Vorwoche waren es laut Behörden 91 Prozent, und auf das Jahr geblickt 93 Prozent. (frs)

Rubriklistenbild: © Ethan Swope/AP/dpa