US-Geheimdienstbericht

Russland soll Attentat auf Rheinmetall-Chef Papperger geplant haben – Kreml reagiert

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Vereiteltes Attentat auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Moskau soll den Chef des deutschen Rüstungskonzerns im Visier gehabt haben. Der News-Ticker.

Update vom 13. Juli, 6.31 Uhr: Die angeblichen Anschlagspläne gegen den Rheinmetall-Chef sorgen weiter für Aufruhr: Nun wird der Ruf nach mehr Befugnissen für die deutschen Sicherheitsbehörden wieder lauter. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte der Bild: „Ich habe ein massives Problem damit, dass wir permanent Informationen aus dem Ausland brauchen.“ Bei den dortigen Sicherheitsbehörden gebe es „die Instrumente, mit denen sie diese Erkenntnisse gewinnen, wofür ich hier in Deutschland keine politischen Mehrheiten finde“.

Attentats-Plan auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger: Reaktionen aus der deutschen Politik

Update vom 12. Juli, 18.58 Uhr: Der russische Attentats-Plan auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger, über den CNN am Donnerstag berichtete, sorgt für Entsetzen. Die Union fordert eine entschiedene Gegenwehr gegen die Machenschaften von Russlands Präsidenten Wladimir Putin ein – und fordert dafür deutlich mehr Engagement von Bundeskanzler Olaf Scholz.

„Leider tut der Kanzler das nicht“, sagte CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter auf Anfrage von fr.de von IPPEN.MEDIA. „Es muss klar werden, dass Russland gezielt unsere deutsche Gesellschaft angreift, wir also Kriegsziel Russlands sind.“ Anstatt tatkräftig für eine effektive Abschreckung zu sorgen, lasse der Regierungschef mit seiner Ampel-Koalition zu viel „Raum für Desinformation und Propaganda“.

Update vom 12. Juli, 17.01 Uhr: Wirtschaftsminister Robert Habeck äußerte sich besorgt infolge der Berichte über den angeblichen russischen Mordplan gegen den Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Habeck (Grüne) sagte laut dpa, es gebe immer wieder konkrete Bedrohungen gegen Personen aus Politik und Wirtschaft. „Es zeigt, in welcher Welt wir leben und wie gefährlich diese Welt sein kann.“

Angeblicher Mordplan Russlands gegen Rheinmetall-Chef: CDU-Politiker fordert Konsequenzen

Update vom 12. Juli, 15.50 Uhr: Deutsche Politiker fordern laut AFP-Bericht Konsequenzen infolge des angeblichen russischen Mordplans gegen Armin Papperger, Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall. CDU-Politiker Kiesewetter sagte im ZDF, dass die deutschen Nachrichtendienste „auf Augenhöhe mit unseren Nachbarstaaten gebracht werden“ müssten. „Wir müssen es sehr ernst nehmen und uns auch entsprechend wappnen“, warnte Kiesewetter.

Innenministerium lobt deutsche Sicherheitsbehörden nach angeblichen Mordplänen Russlands

Update vom 12. Juli, 13.28 Uhr: Das Bundesinnenministerium sagte infolge der Berichte über einen angeblichen Mordplan gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger, die deutschen Sicherheitsbehörden seien für Bedrohungen aus Russland gewappnet. Laut AFP-Bericht sagte ein Sprecher des Innenministeriums, die Behörden hätten Sabotageakte und „Sprengstoffanschläge auf deutsche Rüstungsinfrastruktur“ zur Unterstützung der Ukraine verhindert. Zu den Berichten über den angeblichen russischen Mordkomplott äußerte sich das Ministerium nicht konkret.

Russland weist Berichte über angeblichen Mordplan gegen Rheinmetall-Chef als „Fake-News“ zurück

Update vom 12. Juli, 12.52 Uhr: Moskau hat den Vorwurf eines russischen Mordplans gegen den Chef des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, zurückgewiesen. Das berichtet die Nachrichtenagentur afp. „Solche Berichte können nicht ernst genommen werden“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau über die Berichte über den angeblichen russischen Mordkomplott. „Das ist im Stil von Fake-News aufgezogen“, sagte der Kreml-Sprecher.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger im Gespräch mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

Angeblicher russischen Mordplan: FDP-Politiker fordert Sondersitzung des Bundessicherheitsrats

Update vom 12. Juli, 12.40 Uhr: Wegen angeblicher russischer Mordpläne auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat ein FDP-Bundespolitiker eine Sondersitzung des Bundessicherheitsrats gefordert. Sollte der CNN-Bericht zutreffen, müsse die Bundesregierung daraus klare Konsequenzen ziehen, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben in Berlin. Houben ist wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und hat für die Liberalen die Rolle des Berichterstatters zum Rüstungskontrollgesetz übernommen.

Geplante Anschläge auf deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Deutschland hätten „eine neue Qualität der Eskalation“. „Noch wichtiger als protokollarische Maßnahmen sind jetzt strategische Ableitungen für die deutsche Sicherheitspolitik.“ Im Bundessicherheitsrat sitzen der Kanzler und verschiedene Bundesminister, um sich mit strategischen Fragen der Sicherheitspolitik Deutschlands zu befassen. 

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Faeser äußert sich zu Papperger-Attentatsplänen: „Nehmen die russische Aggression sehr ernst“

Update vom 12. Juli, 11.40 Uhr: Vor dem Hintergrund von Berichten über Anschlagspläne gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger unterstreicht Bundesinnenministerin Nancy Faeser die Entschlossenheit der deutschen Sicherheitsbehörden. „Wir äußern uns nicht zu einzelnen Bedrohungssachverhalten“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Aber ganz klar ist: Wir nehmen die erheblich gestiegene Bedrohung durch die russische Aggression sehr ernst.“ Man handle zusammen mit den internationalen Partnern und den Sicherheitsbehörden der Länder, um Deutschland zu schützen und die Pläne des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu durchkreuzen.

Putins Regime in Russland wolle die Unterstützung für die Ukraine unterminieren, erklärte Faeser. „Aber wir werden uns nicht einschüchtern lassen.“ Die Schutzmaßnahmen seien angesichts der russischen Bedrohungen in den vergangenen beiden Jahren massiv hochgefahren worden. „Die Bedrohungen reichen von Spionage, Sabotage und Cyberattacken bis hin zu Staatsterrorismus.“

Update vom 12. Juli, 10.24 Uhr: Der Grünen-Sicherheitsexperte Konstantin von Notz fordert ein hartes Durchgreifen, falls sich der Bericht über den durch Russland geplanten Anschlag auf Rheinmetall-Chef Papperger als wahr erweist. „Die Reaktion auf vergleichbare Vorfälle in der Vergangenheit waren oft zu zaghaft und unentschlossen“, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das auch für die Geheimdienste zuständig ist, den Zeitungen der Funke Mediengruppe

„Bis heute wollen viele die Ernsthaftigkeit des Konflikts und die Entschlossenheit der anderen Seite nicht wahrhaben“, sagte von Notz mit Blick auf die russische Aggression. „Wir müssen verstehen, dass es sich längst nicht mehr um singuläre Vorfälle handelt, sondern unsere Demokratie und unser Rechtsstaat gezielt von verschiedenen autoritären Staaten ernsthaft bedroht und auch angegriffen werden.“

Update vom 12. Juli, 9.21 Uhr: Entsetzen in Deutschland: Nach dem vereitelten Attentat auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger sickern immer mehr Einzelheiten über die Hintergründe durch. So sollen sich einige von Putins Handlangern bereits in Deutschland, insbesondere in der Nähe von Papperger, aufgehalten haben. Das berichtet der Spiegel. Demnach wurden bis zu fünf Männer aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, einschließlich eines Russen, identifiziert und überwacht. Einige der Verdächtigen sollen sich sowohl in der Nähe des Düsseldorfer Firmensitzes als auch an Orten aufgehalten haben, die Papperger im Ausland besucht hat. Andere sollen sich ebenfalls bereits innerhalb der EU aufgehalten oder zumindest ihre Einreise geplant haben. Die deutschen Sicherheitsbehörden waren von den US-Geheimdiensten im Vorfeld über die Anschlagspläne gewarnt worden.

Ukraine-Krieg: Weitere Informationen zu mutmaßlichen Anschlagsplänen auf Rheinmetall-Chef Papperger

Update vom 11. Juli, 22.33 Uhr: US-Geheimdienste warnten ihre deutschen Partner laut einem CNN-Bericht vor einem Vorhaben der russischen Regierung, Rheinmetall-Chef Armin Papperger zu töten. Er sei nicht die einzige Zielperson gewesen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte beim Gipfel der Allianz in Washington, es gebe ein „Muster“ in Russland, „feindliche Aktionen gegen Nato-Verbündete auszuführen“. Dazu zählten unter anderem Cyberangriffe und Giftanschläge. Im Einzelnen kommentierte er die CNN-Angaben nicht.

Update vom 11. Juli, 18.05 Uhr: Die USA und Deutschland sollen russische Attentatspläne auf den Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, vereitelt haben. Das berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf Geheimdienstquellen in den USA und Europa. Dem Bericht zufolge standen die Pläne im Zusammenhang mit Waffenlieferungen an Ukraine. Die USA informierten demnach Deutschland, als sie von dem Vorhaben erfuhren. Ein hochrangiger deutscher Regierungsbeamter bestätigte dies gegenüber CNN. Deutsche Sicherheitsdienste hätten Papperger dann schützen können.

Die Nato warnt seit Monaten vor russischen Sabotageakten, die in Europa für Unruhe sorgen sollen. Auch das US-Militär sei im Visier Russlands.

Update vom 11. Juli, 14.10 Uhr: Der Verteidigungsminister der Ukraine, Rustem Umierov, hat betont, dass ein Sieg gegen Russland im Ukraine-Krieg möglich ist. „Wir sind in der Lage zu gewinnen“, erklärte er am Rande des Nato-Gipfels in Washington dem US-Sender Fox-News. Damit die Truppen von Wladimir Putin geschlagen werden können, brauche es jedoch mehr Waffen. „Wir haben einen Plan und wir sagen deutlich, dass wir mehr Waffen brauchen. Und das Zögern, uns Waffen zu liefern, das Zögern, uns Genehmigungen zu erteilen und Verbote aufzuheben – das braucht Zeit“, sagte Umierov.

Russland im Ukraine-Krieg angegriffen: Kiew setzt erneut Drohnen ein

Update vom 11. Juli, 13.20 Uhr: Moskau, die Hauptstadt Russlands, ist seit Langem wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Bei den gegenseitigen Angriffen in der Nacht von Mittwoch (10. Juli) auf Donnerstag, seien mehrere Drohnen kurz vor Moskau nahe der Kleinstadt Stupino abgeschossen worden, berichtete die dpa. Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge, habe es durch den Angriff keine Toten, Verletzten oder Schäden gegeben.

Kiew beschlagnahmt mitten im Ukraine-Krieg Frachter – Schiff lieferte Waren zur besetzten Krim

Update vom 11. Juli, 11.16 Uhr: Die Ukraine hat ein ausländisches Schiff auf der Donau beschlagnahmt. Der Frachter mit dem Namen USKO MFU soll landwirtschaftliche Waren zu der von Russland besetzten Krim-Halbinsel gebracht haben, berichtete Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Staatsanwaltschaft über den Vorfall im Ukraine-Krieg. „Bei einer Durchsuchung des Schiffes wurden die Schiffsdokumente, das AIS-System, ein Computer und Dokumente der Besatzungsverwaltung des Seehandelshafens Sewastopol beschlagnahmt“, so eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Gegen den Kapitän des Schiffes, einen vermeintlich aserbaidschanischen Staatsbürger, habe die Ukraine wegen der illegalen Ausfuhr von Waren Anzeige erstattet. Zudem werde darüber debattiert, ob das beschlagnahmte Schiff in den Besitz der Ukraine übergehen soll.

Fünf Tote bei Angriffen im Ukraine-Krieg gemeldet: Russland attackiert mehrere Regionen

Update vom 11. Juli, 10.40 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden sollen mindestens fünf Menschen bei russischen Angriffen im Ukraine-Krieg ums Leben gekommen sein. Die Angriffe sollen sich in den Gebieten Dnipropetrowsk, Donezk, Cherson, Charkiw und Saporischschja ereignet haben, berichtete der Kyiv Independent. Zudem seien 14 Menschen verletzt worden, darunter auch ein Kind.

Update vom 11. Juli, 9.55 Uhr: Russland wird am nächsten Friedensgipfel für den Ukraine-Krieg nicht teilnehmen. Der Grund dafür sei, dass bei dem Treffen lediglich ukrainische Vorschläge diskutiert werden würden, sagte Russlands Vize-Außenminister Michail Galusin gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria. Andere Vorschläge würden von den Teilnehmern ignoriert. „Für uns sind solche Ultimaten unannehmbar, und wir werden an solchen Gipfeln nicht teilnehmen“, so Galusin.

Mehr Soldaten für den Ukraine-Krieg: Polen plant mehr Unterstützung

Erstmeldung: Washington, D.C. – Im Ukraine-Krieg fehlt es Kiew vor allem an Soldaten. Zuletzt hat die Regierung um Präsident Wolodymyr Selenskyj sogar mit der Rekrutierung von Häftlingen für den Abwehrkampf gegen Russland begonnen, berichtete ZDF heute. Doch jetzt könnte das Land weitere Unterstützung erhalten – und zwar aus dem Nachbarland Polen.

Denn dort sollen sich bis zu einer Million Ukrainerinnen und Ukrainer aufhalten, von denen Tausende bereit sein sollen, sich einer Freiwilligen-Brigade anzuschließen, berichtete Ukrainska Pravda. „Wir haben in unserem Sicherheitsabkommen die Bildung und Ausbildung der ‚Ukrainischen Legion‘ auf dem Territorium Polens festgelegt – einer neuen freiwilligen Militäreinheit“, sagte Selenskyj bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Polens Ministerpräsident Donald Tusk am Montag (8. Juli).

Polen betont Ausbildungsbedarf für Freiwillige im Ukraine-Krieg

„Mehrere Tausend von ihnen haben sich bereits für diese Einberufung gemeldet“, zitiert Ukrainska Pravda den polnischen Außenminister Radosław Sikorski am Rande des Nato-Gipfels in Washington. Ihm zufolge sei die Bereitschaft unter den Ukrainerinnen und Ukrainern in Polen erstaunlich hoch, für ihr Land zu kämpfen.

Was viele daran hindere, sei ein Mangel an militärischen Training. „Aber sie sagen: Wir wollen nicht in den Kampf geschickt werden, ohne richtig ausgebildet und ausgerüstet zu sein“, so Sikorski.

Polen will Freiwillige für den Ukraine-Krieg ausbilden – andere Staaten sollen Beispiel folgen

Wie hoch der Druck für die Ukraine ist, verdeutlicht sich vor allem darin, dass nur wenig Zeit für die Ausbildung von Soldaten bleibt. Selbst für einen ukrainischen Soldaten würde die vollständige Ausbildung beispielsweise als Geschützführer an der Panzerhaubitze in Deutschland etwa fünf Monate in Anspruch nehmen, berichtete der SWR. Aus Zeitdruck stelle die Regierung in Kiew jedoch jedem Soldaten lediglich 42 Tage zur Verfügung.

Polen habe bereits angekündigt, die Freiwilligen für den Dienst im Ukraine-Krieg auszubilden, was Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem polnischen Regierungschef Tusk mitteilte. Der Außenminister forderte andere Nato-Staaten nun auf, es ihnen gleichzutun. Wenn sich alle EU-Staaten bereit erklären würden, Ukrainerinnen und Ukrainer, die in ihrem Land leben, auszubilden, könne die Ukraine auch mit mehr Unterstützung rechnen, so Sikorski.

In welchen Gebieten russische Truppen im Ukraine-Krieg vorrücken konnten und wo die Ukraine die Angriffe Russlands zurückdrängen konnte, zeigt sich am Frontverlauf. Unsere aktuellen Karten zum Frontverlauf im Ukraine-Krieg geben einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im Krieg Russlands gegen die Ukraine. (Redaktion mit Nachrichtenagenturmaterial)

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